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Weichering

10.11.2018

Wer ist der Mann, der für die CSU Landrat werden will?

Konnte sich nach der Wahl vor Glückwünschen von Parteikollegen kaum retten: Fridolin Gößl, der Landratskandidat der CSU.
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Konnte sich nach der Wahl vor Glückwünschen von Parteikollegen kaum retten: Fridolin Gößl, der Landratskandidat der CSU.
Bild: Marcel Rother

Die CSU schickt Fridolin Gößl ins Rennen um den Landratsposten. Warum, und was der Bürgermeister aus Oberhausen erreichen will.

Er ist kein Haudrauf, das wird schnell klar, als Fridolin Gößl am Freitagabend ans Rednerpult tritt. Der Bürgermeister der Landkreisgemeinde Oberhausen ist weniger Spalter, denn ein Mann, der das Verbindende sucht und ebenso verbindlich spricht – unaufgeregt und frei von Polemik. Genau das scheint bei den rund 100 Delegierten der Kreisvertreterversammlung, die sich im Landgasthof Vogelsang in Weichering eingefunden haben, anzukommen.

So gut, dass Gößl an diesem Abend nicht nur der einzige Kandidat bleiben wird, der als Bewerber für die vorgezogenen Landratswahlen am 20. Januar 2019 vorgeschlagen wird, sondern er wird auch 100 Prozent der Stimmen der Wahlberechtigten seiner Partei einsammeln. Was macht den Mann, der auf den ersten Blick so anders wirkt als Vorgänger Roland Weigert, zum Hoffnungsträger der CSU in Neuburg-Schrobenhausen?

Landtagsabgeordneter Matthias Enghuber gratulierte Fridolin Gößl.
Bild: Marcel Rother

Darum wurde Fridolin Gößl als Landratskandidat vorgeschlagen

Der Kreisvorsitzende Alfred Lengler, der Gößl als Kandidaten vorschlug, begründete seine Wahl so: Der langjährige Bürgermeister aus Oberhausen sei nicht nur ein „Kind des Landkreises“ und als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags ein Mann, der das kommunalpolitische Geschäft aus dem Effeff beherrsche, er stehe zudem für einen gewissen Politikstil: „Er ist ein Mensch, kein Basta-Politiker.“ Was er damit meint: Gößl verstehe es zuzuhören, auf die Menschen einzugehen und sie mitzunehmen.

Seine Qualitäten als Brückenbauer habe er unter Beweis gestellt, indem er die Gemeinde Oberhausen im Jahr 2002 als Bürgermeister in einer finanziell schwierigen Situation übernommen und über die Jahre zu einer Vorzeigegemeinde entwickelt habe – trotz fünf politischen Gruppierungen, bei denen es je neu galt, mehrheitsfähige Entscheidungen herbeizuführen. Auch unter den Bürgermeistern anderer Gemeinden genieße Gößl große Wertschätzung.

Mit so viel Vorschusslorbeeren ins Rennen geschickt, wollte es Gößl nicht nur bei freundlichen Worten belassen, sondern selbst umreißen, was er als möglicher Landrat für den Landkreis erreichen möchte. „Dieser muss weiter gestärkt werden, damit er moderner und sozialer wird und eine liebenswerte Heimat für die Menschen bleibt.“ Dazu zähle nicht nur der Ausbau des ÖPNV oder der Infrastruktur, auch bestehende Einrichtungen müssten durch Investitionen auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Fridolin Gößl bei seiner Ansprache an die Kreisvertreter.
Bild: Marcel Rother

Das will Fridolin Gößl als Landrat anpacken

So sollen beispielsweise die B16 und die B300 fortgeschrieben und weiter ausgebaut werden, und gleichzeitig auch die Staatsstraßen mitbedacht werden. Auch die Umfahrungen von Neuburg müssten unterstützt werden. Am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen solle nach dem Willen Gößls ein Zentrum für Allgemeinarztversorgung angesiedelt und wieder ein Bereitschaftsdienst für die Notfallversorgung aufgebaut werden. Als Chance für die gesamte Region sieht er den Campus der THI in Neuburg: „Der Landkreis muss helfen, dass der Campus umgesetzt wird.“ Durch ihn könnten junge Leute, ihr Wissen und ihre Kreativität in der Region gehalten werden.

Darüber hinaus will er das Haus im Moos für den Tourismus ausbauen, auch den Verein Altbayerisches Donaumoos wolle er erhalten. Was den Bau von Sozialwohnungen betrifft, müsse der Landkreis die Gemeinden beraten und unterstützen. Er könne sich vorstellen, eine zentrale Stelle für Wohnungsverwaltung aufzubauen. Insgesamt strebt der Vermittler Gößl einen stärkeren Zusammenschluss der Landkreisgemeinden und des Landratsamtes an. Ganz nach dem Motto: „Die Kommunen müssen stark sein, sich gut entwickeln, nur dann geht es auch dem Landkreis gut.“

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