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Neuburg-Schrobenhausen

24.03.2015

Wer klopft denn hier?

Der Grünspecht ernährt sich hauptsächlich von Ameisen.
Bild: Peter Kühn, LBV

Bei einer vogelkundlichen Wanderung mit dem LBV erfahren die Teilnehmer manch Interessantes über Spechte. Zum Beispiel, dass der Grünspecht eine richtig lange Zunge hat

Neuburg-Schrobenhausen Warum Spechte keine Kopfschmerzen kennen, auf welche Nahrung die einzelnen Spechtarten spezialisiert sind, und dass es in und um Neuburg sieben Arten gibt – das und noch viel mehr erfuhren die Teilnehmer bei einer Führung in Bittenbrunn, die kürzlich von der Volkshochschule und dem Landesbund für Vogelschutz veranstaltet wurde. Ulrich Mayer von der LBV-Kreisgruppe Neuburg-Schrobenhausen konnte den zahlreichen Teilnehmern vieles über Höhlenbau, die Nahrungsaufnahme und die ökologische Bedeutung dieser Vögel erklären. Mit neuester Technik wurden auch die Rufe und das Trommeln der einzelnen Spechtarten hörbar gemacht.

Wer jetzt durch den Auwald, den Englischen Garten oder zum Finkenstein spaziert, kann Spechte sehen und hören. Vor allem der Weg am Hochufer der Donau zum Finkenstein mit seinen alten Bäumen und dem reichhaltigen Totholz ist für Spechte der perfekte Lebensraum. Sie markieren ihr Revier, legen Bruthöhlen an oder suchen nach Nahrung. Ulrich Mayer erklärte: „Der Grünspecht bevorzugt als Nahrung Ameisen. Seine Zunge ist klebrig und kann bis zu sieben Zentimeter herausfahren. Damit kann er sich in jedem Ameisenhaufen bedienen.“ Der Buntspecht dagegen hat eine Zunge mit Widerhaken, um Maden und Larven aus befallenen Bäumen herauszuholen. Neben Insekten spielen vor allem im Winter Beeren und Samen eine Rolle. Fichtenzapfen klemmt er in Spalten ein und bearbeitet sie; man nennt das eine Spechtschmiede.

Der Schwarzspecht, die größte einheimische Spechtart, schlägt für seine Brut- und Schlafhöhlen, im Gegensatz zu den anderen Spechten, ovale Löcher, was auch an einer mächtigen Buche zu sehen war. Für den Höhlenbau werden vom Pilz befallene Stellen an Stämmen bevorzugt. In der Regel werden leer stehende Spechthöhlen mehrere Jahre benutzt, aber auch von anderen Tieren wie etwa Vögel oder Fledermäusen angenommen. „Totholzbäume, deren Holzwert nur wenig Gewinn bringt, sind also nicht nur für Spechte wichtig.“

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