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Kommunalwahl 2020

25.02.2020

Wie OB-Kandidat Wittmair für die Linke in Neuburg kämpft

Jedes Wochenende baut Michael Wittmair Stand und Plakate auf, um mit den Genossen Wahlkampf zu betreiben.
Bild: Elisa Glöckner

Plus Immer samstags stellt sich OB-Kandidat Michael Wittmair für die Linke auf den Schrannenplatz, um mit den Leuten zu sprechen. Was bewegt Neuburg?

Ein Februar-Samstag auf dem Schrannenplatz, es ist neun Uhr. Nach und nach, Stapel für Stapel füllt sich der Tisch. Bonbons und Drops, daneben Broschüren, Flyer, Zeitungen, Prospekte, Aufkleber – fast alle mit dem Emblem der Linken, der Partei, für die Michael Wittmair als Kandidat um den Posten des Oberbürgermeisters kämpft. Hier, zwischen Blumenhandwerk und Gasthaus Pfafflinger, nimmt sich der 52-Jährige die Zeit, um Menschen aufzuklären, ihnen sein Wissen mitzugeben. Was interessiert die Neuburger?

Roland Keller, Gabriele Nava, Michael Wittmair und Bernd Neuner (Piratenpartei) frieren für den Wahlkampf.
Bild: Elisa Glöckner

„Sozialer Wohnraum“, sagt Michael Wittmair, der – um ebendiesem Mangel entgegenzuwirken – am 19. Februar einen Selbstbauverein mitgegründet hat. Ein Projekt, das Leute zusammenbringen und Wohnraum bezahlbar machen soll. „Es gibt viel zu wenige Wohnungen“, bekräftigt der OB-Kandidat auch an diesem Vormittag. Wie zum Beispiel, wenn überhaupt, soll sich eine Friseurin in Ausbildung ein Apartment leisten können? Die Listen der GeWo, der Genossenschaft Wohnen, seien lang, sagt der 52-Jährige. Deshalb müsse mehr geförderter Wohnraum geschaffen werden. Eine Sache, die Priorität habe, sollte der Fotogeschäftsinhaber im März tatsächlich zum Oberbürgermeister gewählt werden.

Michael Wittmair kämpft für die Neuburger Linke nicht allein

Auf dem Schrannenplatz schlottern vielen die Knie, es ist der kälteste Tag der Woche. Noch am Morgen hat die Radiomoderatorin sechs Grad Minus für die Neuburger Innenstadt prophezeit. Michael Wittmair aber winkt ab. „Wir arbeiten uns warm“, sagt er und sucht einen Satz Karten auf dem Tisch zusammen. Es sind Rote Karten, wie man sie vielleicht von Schiedsrichtern und Fußballspielen kennt.

Wie OB-Kandidat Wittmair für die Linke in Neuburg kämpft

Michael Wittmair gibt sie Passanten an die Hand: „Stoppen Sie FW und CSU – keine Rückverlegung von Staats- und Bundesstraßen im Stadtgebiet“ steht dann darauf. Ebenso „Probelauf Neuburger Ring nur mit uns“ sowie „18 Jahre keine Radwegpflege und kein Radwegneubau“. Dinge eben, die die Linke kritisiert, verspricht, ändern möchte.

Der OB-Kandidat kämpft nicht allein um die Stimmen der Leute auf dem Schrannenplatz. Mit ihm zittert zum Beispiel Gabriele Nava. Sie verteilt Bonbons an die Menschen – „Mundpropaganda“, wie sie es nennt. Vorbeiziehende bringt das zum Lachen.

Hefte, Flyer, Bonbons, Drops, Taschentücher – und Rote Karten verteilt die Neuburger Linke.
Bild: Elisa Glöckner

Roland Keller erzählt, dass die Leute oft in Schüben kämen. Zusammen steht das Team jede Woche hier, an diesem Ort, immer samstags, drei bis vier Stunden. Einige Menschen ziehen nur vorbei, sagt Roland Keller, um am Wochenmarkt einzukaufen.

Andere dagegen wollten reden, ihren Frust loswerden. Über die Verkehrssituation in Neuburg, die drängende Wohnungsnot, die teuren Mieten. Themen, die Neuburg schon seit Jahren umtreibt, betont Michael Wittmair. Probleme, die er lösen wolle, wenn er das Amt denn bekomme.

Das sind die anderen OB-Kandidaten der Kommunalwahl in Neuburg im Porträt:

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