30.05.2016

Wie beflügelt

Der Chor des Bayerischen Rundfunks.
Bild: Echo

Jubiläum Der Konzertverein Ingolstadt wurde vor 100 Jahren gegründet. Das wird gefeiert. Die Höhepunkte

Ingolstadt Der Konzertverein Ingolstadt begeht in der kommenden Saison 2016/17 sein 100-jähriges Jubiläum.

Eröffnet wird die Jubiläumssaison am 4. Juni um 19 Uhr im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt in einem Festkonzert. Mit einem hochrangig besetzten deutschen Solistenquartett Christina Landshamer, Sopran, Anke Vondung, Alt, Maximilian Schmitt, Tenor, Andreas Wolf, Bass und dem Concerto Köln sowie dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter seinem künstlerischen Leiter Peter Dijkstra gelangt die zu den größten und legendärsten Meisterwerken der abendländischen Musikkultur zählende „Hohe Messe in h-Moll“ von Johann Sebastian Bach zur Aufführung.

Der Musikwissenschaftler Jörg Handstein gibt zu diesem Konzert um 18.15 Uhr im Konferenzraum des Theaters Ingolstadt eine Einführung. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

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Am 10. Oktober 1917 war der Konzertverein Ingolstadt auf Betreiben des damaligen Sanitätsrats Dr. Ludwig Liebl, der ihn dann auch bis 1938 geleitet hatte, gegründet worden. Er hatte sich die Durchführung von Konzerten auf „höchst möglicher künstlerischer Höhe“ zum Ziel gesetzt. Große Namen standen schon in den schwierigen Kriegs- und Nachkriegsjahren auf dem Programm. 1950 war der Verein nach einer erzwungenen Pause wieder ins Leben gerufen worden. Von 1954 bis 1978 leiteten Josef Schloder und von 1978 bis 2000 Reinald Atzerodt den Verein. Beide wurden tatkräftig unterstützt von ihren Frauen. Seit dem Jahr 2000 wird der Verein von Eva Maria Atzerodt geführt.

Gerade in den letzten Jahrzehnten hat die noch immer charaktervolle altbayerische Stadt, die jahrhundertelang Sitz der bayerischen Landesuniversität gewesen war, einen erneuten Strukturwandel erfahren, in dem die Stadt einer blühenden Autoindustrie durch die Gründung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Eichstätt-Ingolstadt und einer expandierenden Fachhochschule den Rang einer Hochschul- und Universitätsstadt zurückgewonnen hat.

Als der Konzertverein 1966 den neuen Festsaal in dem damals aufsehenerregenden Theaterbau Hardt Waltherr Hämers beziehen konnte, hat die Einwohnerzahl der Stadt 69829 betragen. Heute ist sie fast auf das Doppelte angewachsen. Gerade in jüngster Zeit entfaltete sich auf unvorhergesehene Weise ein reiches musikalisches Leben. Dennoch hat sich der Konzertverein nicht nur behauptet, sondern dank seiner allen Wechselfällen enthobenen Kontinuität und seinem Anspruch, die „Musik in Geschichte und Gegenwart“ in ihrer Weite und Vielfalt auf höchster Ebene stets aufs Neue zu dokumentieren, als unverzichtbar erwiesen.

Am 29. September 1995 wurde dem Konzertverein der Kulturpreis der Stadt Ingolstadt verliehen. (nr)

Tickets: Karten für das Festkonzert sind erhältlich beim Kartenbüro des Konzertvereins unter 0841/8815798, Fax 0841/8815766 sowie im Internet. Schüler und Studenten erhalten Karten für vier Euro zu allen Konzerten des Konzertvereins.

www.konzertverein.de

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