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Ingolstadt

19.01.2020

Wie das Leben eines Ingolstädter Nachwuchs-Eishockeyspielers aussieht

Marco (rechts) und seine Teamkollegen der U17 des ERC Ingolstadt beim Training in der Saturn-Arena. Manchmal trainieren die Jugendlichen sogar am frühen Nachmittag und werden dazu von der Schule befreit, den verpassten Stoff müssen sie selbstständig nachholen.

Marco Riedl aus Hagau spielt in der U17 des ERC Ingolstadt und ist ein großes Talent, wie sein Teamchef sagt. Während der Saison steht der 15-Jährige fast jeden Tag auf dem Eis.

Marco, du gehst auf das Apian-Gymnasium in Ingolstadt, trainierst fünf Mal in der Woche und hast zwei Spiele am Wochenende. Wie viel Zeit bleibt dir da noch für dich und andere Hobbys?

Es geht eigentlich. Wenn ich nach Hause komme, muss ich halt direkt mein Schulzeug machen, dann habe ich abends noch Sport. Montags haben wir einen freien Tag, wenn ich da Zeit habe, trainiere ich zuhause meine Fitness. Aber ich kann auch noch ab und zu was mit meinen Freunden machen. Am Wochenende muss ich aber schon öfter sagen, dass ich nicht kann, weil ich am nächsten Tag ein Spiel habe. Das ist natürlich manchmal blöd, aber sie verstehen das.

Marco Riedl

Seit wann spielst du Eishockey?

Seit ich drei bin, also jetzt schon fast dreizehn Jahre. Am Anfang habe ich erst mal ein, zwei Jahre nur Eislaufen gelernt. Dann kamen Puck und Schläger dazu. Mein Vater hat früher auch Eishockey gespielt. Nach dem Spiel sagt er mir heute immer noch, was ich noch besser machen kann und gibt mir Tipps.

Was fasziniert dich an deinem Sport?

Vor allem das Team, es macht Spaß, mit Freunden zu spielen. Viele aus meiner Mannschaft kenne ich schon lange, sie kommen aus Ingolstadt und wir gehen zusammen zur Schule. Das Spiel ist ziemlich schnell und körperbetont, wenn man etwas erreichen will, geht das nur gemeinsam. Das macht es für mich aus.

Welche Vorbilder hast du beim Eishockey?

Ein paar Spieler aus der amerikanischen Liga, Connor McDavid zum Beispiel oder Sidney Crosby. Von denen kann man viel lernen. Für mich ist es zum Beispiel wichtig, mit dem Körper noch ein wenig aggressiver draufzugehen, früher zu schießen...

Und hier? Bist du nicht nur Spieler, sondern auch Fan vom ERC Ingolstadt?

Manchmal gehe ich ins Stadion, wenn wir selbst Spiele haben und ich es nicht schaffe, schaue ich mir die Spiele der Profis im Internet an. Dazu bleibt am Wochenende zum Glück noch genug Zeit. Also man kann schon sagen, dass ich Fan bin, ja.

Was sind deine Stärken auf dem Eis?

Ich würde sagen, meine Übersicht in manchen Spielsituationen und mein Kampfgeist. Ich will immer alles fürs Team geben.

Welche Ziele hast du dir selbst gesteckt? Willst du Profi werden?

Mal sehen, wie es sich ausgeht. Ich schaue jetzt erst mal darauf, dass ich die Schule gut zu Ende bringe und dann wird man sehen.

Ihr spielt in der ersten Liga, im Moment liegt ihr auf Platz drei. Jetzt kommen die entscheidenden Spiele der Saison. Was wollt ihr in den verbleibenden Spielen noch erreichen?

Wir wollen gut in der Meisterschaft abschneiden, ins Endturnier kommen und da bei den Großen mitspielen. Wenn wir gut spielen, was ich auch glaube, haben wir gute Chancen. Vielleicht dann auch darauf, Deutscher Meister zu werden, das wäre ziemlich cool. Dafür muss jeder 100 Prozent geben. Aber natürlich geht es auch darum, Sport zu machen und Spaß zu haben.

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