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Neubau

20.07.2018

Wie ein Fels in der Donau

Landrat Roland Weigert, sein Stellvertreter Alois Rauscher sowie die Bürgermeister Michael Böhm und Georg Hirschbeck ließen sich von einem Mitarbeiter der Bohrfirma über die Bohrungen informieren.
Bild: Michael Geyer

An der Bertoldsheimer Staustufe wird eine neue Brücke gebaut. Dafür wird jetzt der Flussuntergrund untersucht

Der Besuch von Landrat Roland Weigert, seinem Stellvertreter Alois Rauscher und den beiden Bürgermeistern Michael Böhm aus Burgheim und Georg Hirschbeck aus Rennertshofen am Donnerstag an der Bertoldsheimer Donaubrücke war vor allem ein symbolischer Akt. Die vier bewiesen damit, dass sie den Neubau der Brücke mit Gesamtkosten von mindestens zwölf Millionen Euro gemeinsam stemmen wollen.

Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass die Gemeinde Burgheim einem Grundstückstausch mit einem privaten Eigentümer einwilligte, weil dessen Fläche für einen gerade Verlauf der neuen Brücke notwendig ist. Auch Rennertshofen hat schon einen Beitrag für die neue Brücke geleistet: Georg Hirschbeck überließ dem Kreis einen alten Vertrag, in dem 1965 mit Brief und Siegel festgehalten wurde, wie sich die Kraftwerksbesitzer und die damals selbstständige Gemeinde Bertoldsheim die Aufteilung der Brücken-Unterhaltskosten vorstellen. Dieser Vertrag war bei der Neufassung des in der vergangenen Woche unterzeichneten Vertrags zwischen dem Landkreis und der Donau-Wasserkraft AG sehr hilfreich. Landrat Weigert dankte deshalb den beiden Bürgermeistern für ihre Unterstützung.

Danach fuhren sie zur Pontonbrücke, die seit Mittwoch im Stausee vor der Donaubrücke steht. Dort führt die Bohrgesellschaft Roßla (Thüringen) unter der geologischen Betreuung des Büros Gebauer aus Traunstein in den nächsten Tagen zwei Probebohrungen durch, die im Abstand von sieben Metern von der bestehenden Brücke angesetzt werden und bis 25 Meter unter den Donaugrund reichen. „Wir wollen ein klares Bild von dem Untergrund in den beiden Pfeilerbereichen erhalten und hoffen, dass sich die Resultate der Bohrungen von 1965 bestätigen. Dadurch ergeben sich für die Planungen auch Kostensicherheit und belastbare Werte für die Statiker“, sagte Markus Laumer, Leiter der Abteilung Hoch- und Tiefbau im Landratsamt. Wenn die Bohrungen abgeschlossen sind, liegt der Untergrund als Bodenprofil in Meterstücken nebeneinander und kann begutachtet und im Baugrundgutachten beurteilt werden. Damit bei einem Ausfall der Turbinen genügend Zeit bleibt, die Bohrinsel aus dem Gefahrenbereich zu bringen, wurde das Wasser im Stausee kräftig abgelassen. Denn wenn die Turbinen ausfielen, müssten die Wehre geöffnet werden und die Pontons würden über das Wehr stürzen.

Ihren Bootsausflug setzten die vier Kommunalpolitiker auf einer Runde auf dem Stausee fort und machten sich dabei ein Bild von dessen fortschreitender Verlandung, die schon oft Thema heißer Diskussionen war.

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