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Rennertshofen-Riedensheim

14.01.2019

Wie es an der Polderbaustelle in Riedensheim weiter geht

Winterpause Anfang Januar. Die Baustelle ruhte ab dem Donnerstag vor Weihnachten. Gestern wurden die Arbeiten wieder aufgenommen.
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Winterpause Anfang Januar. Die Baustelle ruhte ab dem Donnerstag vor Weihnachten. Gestern wurden die Arbeiten wieder aufgenommen.
Bild: Manfred Dittenhofer

Seit Montag wird in Riedensheim wieder gearbeitet. Welche Arbeiten dort als nächstes anstehen und wann Radfahrer den Donauradwanderweg wieder nutzen können.

Über Weihnachten herrschte Ruhe auf der Polderbaustelle bei Riedensheim. Und wegen des Wetters wurde diese Feiertagspause darüber hinaus um eine Woche verlängert. Am Montag rückten die Bautrupps wieder an. Ab sofort wird am Damm und auch an den Einlass- und Auslassbauwerken also wieder rege gearbeitet.

Mit den Bauwerken, dem Deich zwischen Donau und Polder und mit der technischen Herstellung will das Wasserwirtschaftsamt Ende dieses Jahres fertig sein. 2020 liegen dann noch Flurbereinigungsarbeiten, wie der Bau von Wegen, an. Zudem wird 2020 die Druckleitung nach Stepperg gebaut, da die jetzige Riedensheimer Kläranlage im Überschwemmungsgebiet liegt und geschlossen wird.

Spielt das Wetter mit, wird in den kommenden zwei Wochen der Einbau der Stahltore am Einlassbauwerk vollendet. Die Deicherhöhung ist in vollem Gange. Die Firma Bauer aus Schrobenhausen bringt in dem Damm auf der vollen Länge zwischen Antoniberg und Auslassbauwerk eine so genannte „Mixed-in-Place-Wand“ ein. Über eine Bohrung wird dabei vorhandenes Material mit einer Betonsuspension vermischt und direkt wieder eingebracht. Betonmischen direkt am Verbauungsort sozusagen. Die Wand ist rund einen halben Meter breit und acht Meter tief. Gleichzeitig wird der Damm erhöht: Am Einlassbauwerk werden es nur rund 30 Zentimeter sein, am Auslassbauwerk wegen des Gefälles der Donau bis zu eineinhalb Meter. Allerdings sind die Erdbauarbeiten sehr vom Wetter und den Temperaturen abhängig, sodass Michael Waldinger, der vom Wasserwirtschaftsamt die Polderbaustelle betreut, dazu keine Zeitprognosen geben möchte, wann es dort weitergeht.

Warum der Lkw-Verkehr durch Riedensheim so schwer kontrolliert werden kann

Am Auslassbauwerk, das fertig betoniert ist und eine stattliche Höhe von neun Metern misst, muss nun noch die Geländeöffnung direkt daneben in Richtung Betonwand auf der Donauseite verschlossen werden. Dann kann auch der Weg über das Auslassbauwerk weiter gebaut werden. Über diesen wird dann nach endgültiger Fertigstellung der Donauradwanderweg wieder verlaufen. In der kommenden Sommersaison werden die Donauradwanderer noch die Umleitung oberhalb des Finkensteins nutzen müssen. Zum Jahresende hin aber rechnet Waldinger mit der Wiedereröffnung der früheren Radl-Trasse von Riedensheim entlang der Donau ins Eulatal. Der Radweg führt dann direkt über das Auslassbauwerk.

Am südlichen Ortsrand sind die beiden Bauernhöfe bis auf einen Schuppen verschwunden. Den Schuppen nutzt das Wasserwirtschaftsamt zum Lagern von Material, das im Polder benötigt wird, wie beispielsweise Verkehrs- und Absperrschilder. Das Abbruchmaterial der beiden Höfe wurde getrennt und danach der Steinabbruch untersucht. Da es nach Aussage von Waldinger nicht belastet war, wurde es zerkleinert und in der Aufschüttung am südlichen Ortsrand von Riedensheim verwendet, um Ressourcen zu schonen und den Lastwagenverkehr zu minimieren. Der Hang dort benötigte laut des Wasserwirtschaftsamt-Ingenieurs auch ohne den möglichen Anstau von Polderwasser dringend eine Stütze.

Der Lkw-Verkehr ist ein Dauerärgernis für die Riedensheimer. Waldinger ist sich dessen bewusst. Die Baufirmen würden streng kontrolliert und angehalten, ihren Fahrern, auch durch Pläne in jedem Führerhaus, die Ausweichrouten nahe zu bringen. Allerdings gebe es gerade in der Branche viele Fremdvergaben bei den Transportaufträgen. Dazu käme ein wechselnder Mitarbeiterstab. Das mache die Angelegenheit manchmal etwas unüberschaubar. Aber laut Waldinger sind die Arbeiten, die einen regen Lkw-Verkehr verursachen, zum Großteil erledigt. Er hofft deshalb auf eine Entspannung rund um Riedensheim. Nach wie vor versucht er, den Lkw-Verkehr durch den Ort so minimal wie möglich zu halten. Nicht immer lasse er sich vermeiden, weil etwa Großgeräte durch Riedensheim angeliefert werden müssten. Aber, so betonte er, er würde jedem Verstoß des Durchfahrtsverbots nachgehen.

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