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Neuburg

09.01.2019

Wie geht es mit dem Christkindlmarkt weiter?

Für viele ist die Atmosphäre des Neuburger Christkindlmarktes ganz besonders. Das liegt vor allem an dem historischen Bereich zwischen Karlsplatz, Hofkirche, Rathaus und Schloss. Ob der Verkehrsverein auch 2019 den Markt veranstaltet, ist noch ungewiss.
Bild: Xaver Habermeier

Verkehrsverein und Oberbürgermeister Bernhard Gmehling  haben sich getroffen, um über die Zukunft des Neuburger Christkindlmarktes zu sprechen.

Selbst die standfestesten Christbäume verabschieden sich aus den Wohnzimmern, die letzten Lichterketten wandern wieder auf den Dachboden. Vorbei ist sie, die Weihnachtszeit. Doch schon jetzt denkt die Stadt Neuburg an den kommenden Advent. Denn es herrscht Unsicherheit über die Zukunft des Christkindlmarktes – einer Institution in der Oberen Altstadt. Der Verkehrsverein, seit 28 Jahren Veranstalter des Marktes, hat im Dezember den Vertrag mit der Stadt schriftlich gekündigt. Er wünscht sich finanzielle Unterstützung. Deshalb beraumte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling ein Treffen mit Vertretern des Vereins, des Ordnungsamts sowie des Stadtmarketings ein, um die Zukunft des Marktes zu besprechen.

Friedhelm Lahn, Vorsitzender des Verkehrsvereins, äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Wir haben uns in angenehmer Atmosphäre ausgetauscht. Es geht nicht darum, ob wir weitermachen wollen, aber wir dürfen kein Minusgeschäft machen.“ Denn, das stellte Lahn klar, als gemeinnütziger Verein könne man laut Satzung ein finanzielles Minus nicht mit vereinseigenen Geldern ausgleichen. Grundsätzlich sei der Verein aber bereit, den Markt fortzuführen: „Wir haben es 28 Jahre gerne gemacht und stellen die ehrenamtliche Kraft zur Verfügung“, erklärte der Vorsitzende.

Der Verkehrsverein wünscht sich eine Verbindung zwischen Karlsplatz und Stadt

Neben der finanziellen Unterstützung durch die Stadt wünscht sich der Verein zudem eine Verbindung zwischen Karlsplatz und Schloss. Diese soll über eine weitere Budenreihe in der Amalienstraße entlang der Hofkirche entstehen. Um die Parkplatzsituation nicht weiter zu verschärfen, hält Lahn auch sogenannte fliegende Bauten in diesem Bereich für möglich. „Diese könnten kurz vor Beginn des Marktes auf- und täglich wieder abgebaut werden. Dort könnten zum Beispiel Tische für karitative Zwecke stehen.“

Lange Zeit war unklar, wie hoch die finanzielle Unterstützung der Stadt ausfallen soll. Nun liegen konkrete Summen vor, bestätigte Rathauschef Gmehling. „Die Stadt weiß Bescheid. Auf den ersten Blick sind die Zahlen nachvollziehbar.“ Über genaue Details wollten jedoch weder Lahn noch Gmehling etwas verraten – zumindest nicht, bevor dem Stadtrat die Forderungen vorliegen. Das Gremium müsse entscheiden, inwieweit die Stadt den Forderungen des Verkehrsvereins nachkommen will. „Schon jetzt zahlen wir 20000 Euro für den Markt. Aber das sind alles Dinge, die wir im Stadtrat besprechen müssen“, sagte Gmehling. Zum Christkindlmarkt hat der Oberbürgermeister jedenfalls eine klare Meinung: „Er ist einer der schönsten Märkte mit einer traumhaften Atmosphäre. Auch 2018 war er gut besucht, der Zuspruch ist da. Ihn wird es auch weiterhin geben, die Frage ist nur, wer ihn organisiert.“ Spätestens in einer Sitzung Ende Februar sollen die Stadträte entscheiden.

Die Stadt Neuburg und der Verkehrsverein müssen sich schnell einigen

Dann muss auch eine Entscheidung her, forderte indes Lahn: „Die Fieranten stehen in den Startlöchern. Aus Fairnessgründen müssen wir ihnen schnell Bescheid geben. Die meisten von ihnen kommen auf den Christkindlmarkt, weil er nur zwei Wochenenden dauert.“ Sollte es Ende Februar keine Entscheidung geben, werde der Verkehrsverein 2019 den Markt nicht veranstalten. Deshalb hoffe der Vorsitzende, dass sich Stadt und Verein einigen. „Schon alleine aus touristischen Aspekten sollten wir den Markt weiterverfolgen. Städte suchen sich für ihre Weihnachtsmärkte gerne historisch geprägte Bereiche aus. Es ist wichtig für Neuburg, dass wir da mit dabei sind“, sagte Lahn.

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