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Neuburg

15.04.2015

Wie man sich bettet...

Immer neue Ideen: Firmengründer Harold Lierheimer (links) mit Schwiegersohn Peter Segeth 1976 bei der Eröffnung der „Bettgänger-Zone“.
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Immer neue Ideen: Firmengründer Harold Lierheimer (links) mit Schwiegersohn Peter Segeth 1976 bei der Eröffnung der „Bettgänger-Zone“.
Bild: Lierheimer

Betten Lierheimer bietet seit 60 Jahren alles für einen gesunden Schlaf. Was Angelika und Peter Segeth wichtig ist, ist der kompetente Service und noch mehr.

 Wer sich in das Geschäft an der Rosenstraße Ecke Luitpoldstraße in Neuburg begibt, sollte etwas Zeit mitbringen. Und obwohl es um den gesunden Schlaf geht, sollte er nicht allzu müde sein. Denn bei Betten Lierheimer darf man Probe liegen - und schläft vielleicht allzu leicht ein. Der Dienstleister in Sachen Schlaf feiert 60. Geburtstag. Grund genug, einen Blick nicht nur zurück in diese lange Unternehmensgeschichte zu werfen, sondern auch in die Zukunft zu schauen.

Bei Betten Lierheimer dreht sich alles um das wichtigste Möbelstück für uns alle. Schließlich verbringen wir rund ein Drittel unserer Lebenszeit im Bett, also knapp 30 Jahre. Wie man sich bettet, so liegt man, sagt ein bekanntes Sprichwort. Angelika und Peter Segeth gehen sogar noch weiter. Wie man sich bettet, so lebt man. Denn ein erholsamer Schlaf in der Nacht sei wichtig, um einen guten Tag zu erleben. Obwohl das Bett und vor allem die Matratze dem Menschen eine so wichtige Lebensunterlage ist, kauft dieser doch im Schnitt mehr Autos als Matratzen in seinem Leben, wie Peter Segeth lachend einwirft. Erkundigt man sich bei Betten Lierheimer nach der rechten Matratze, will Peter Segeth erst einmal wissen, welcher Schlaftyp man ist. Seite, Rücken, Bauch? Wacht man nachts auf? Und wieso? Vielleicht ist der Arm eingeschlafen? All diese Informationen fließen in die Auswahl der Matratze mit ein. Alleine 50 verschiedene Formen an Kopfkissen hat das Fachgeschäft im Angebot.

So breit war das Angebot allerdings 1955 noch nicht. Damals gründete Namensgeber Harold Lierheimer das Fachgeschäft zuerst in der Fünfzehner Straße Ecke Theresienstraße in Neuburg. Dann siedelte er mit seinem Geschäft an den heutigen Standort um und schloss dort mit dem Thema Schlafen eine Marktlücke in Neuburg. Harold Lierheimer fasste schnell Fuß in der Ottheinrichstadt, wurde Mitbegründer der City Werbegemeinschaft und ging auch sonst bei der Werbung innovative Wege. So führte er eine periodisch erscheinende Hauszeitung ein, den „Bettenkurier“. Und er hatte immer neue Geschäftsideen rund ums Bett, wie zum Beispiel eine Inlettnähstube und eine Federnwaschmaschine.

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1977 ereilte die Lierheimers ein harter Schicksalsschlag. Harold Lierheimer erlitt einen Schlaganfall, von dem er sich nie mehr erholte, zehn Jahre später starb er. Tochter Angelika übernahm 1987 zusammen mit ihrem Ehemann Peter Segeth das Geschäft. Segeth arbeitete bereits seit 1976 für das Unternehmen. Die letzte große Veränderung fand 2007 statt. Damals erweiterten Angelika und Peter Segeth Betten Lierheimer in das Nachbarhaus und richteten ein Matratzenstudio ein. Seither kann man bei dem Bettenspezialisten ein breites Angebot an Matratzen und Wasserbetten auch direkt ausprobieren.

Eine umfassende Beratung versteht sich von selbst. Dafür kommen Kunden auch aus Ingolstadt und Eichstätt zu den Segeths. Nach der Devise, wie man sich beraten lässt, so liegt man. Und Beratung ist beim Kunden wieder gefragt. Deshalb ist den Segeths trotz einiger Möbelriesen in der Umgebung nicht Bange. „Beim Schlafen lässt sich der Kunden gerne wieder ausgiebig beraten.“

Die Attraktivität der Innenstadt und ein breiter Mix an Geschäften liegt den Segeths am Herzen. Schon, weil alle davon profitieren. Die Geschäfte, wie auch die Kunden. Daher begrüßen die beiden jede Möglichkeit der Ansiedlung von sogenannten Ankergeschäften in Neuburgs City. Und bauliche Maßnahmen lassen die Innenstadt ebenfalls attraktiver werden. Vorbild soll die Veränderung in der Weinstraße sein. Gesunder Schlaf wird seine Wichtigkeit nie verlieren. Und so blicken die Segeths hoffnungsvoll in die Zukunft. Der Service, den sie als Experten ihren Kunden bieten, wird immer gefragt sein.

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