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17.03.2015

Wiesenbrüter kehren zurück ins Moos

Streng geschützt und doch stark gefährdet: Der Kiebitz findet in Deutschland immer weniger geeignete Brutgebiete. Im Landkreis ist er Brutvogel.

Naturschutzbehörde weist auf Schutzauflagen hin

Mit Frühlingsbeginn kehren wiesenbrütende Vogelarten in die Feuchtgebiete im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zurück, um dort zu brüten. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt bittet daher die Bevölkerung, die ausgewiesenen Schutzgebiete für Wiesenbrüter vom 15. März bis 15. Juli nur auf den gekennzeichneten Wegen zu betreten. Hundebesitzer sind angehalten, ihre Tiere an der Leine zu führen. Die wichtigsten Brutgebiete hierzulande befinden sich im Donaumoos und im Paartal.

Wer zu dieser Jahreszeit in der Natur unterwegs ist und genau hinhört, kann ein helles und markantes Flötentrillern vernehmen. Es gehört dem Großen Brachvogel und markiert den Beginn der neuen Brutsaison. Der vom Aussterben bedrohte Vogel zählt zusammen mit Braunkehlchen, Wiesenpieper, Bekassine und dem stark gefährdeten Kiebitz zu den sogenannten Wiesenbrütern. Diese geschützte Vogelgruppe benötigt für das Brutgeschäft ruhige und abgelegene Gebiete mit hohem Feuchtigkeitsgrad. In den letzten Jahren ist jedoch ein dramatischer Rückgang der Wiesenbrüterpopulation zu beobachten. Experten führen mehrere Gründe für die negative Entwicklung an: eine intensive Landwirtschaft, die Verringerung von Feuchtflächen, aber auch die Störung der Vögel durch Spaziergänger abseits der Wege und frei laufende Hunde. Fühlen sich die Vögel bedroht, schrecken sie auf und fliehen aus ihrem Nest. Das verlassene Gelege kühlt aus oder wird von Nesträubern zerstört.

Zum Schutz der Vögel dürfen vier Monate lang die mit entsprechenden Schildern gekennzeichneten Wiesenbrütergebiete nur auf den Hauptwegen betreten werden. Auf allen Vertragsflächen in den Schutzgebieten gilt in dieser Zeit eine Bewirtschaftungsruhe. (nr)

am Landratsamt ist Melanie Winter unter der Telefonnummer 08431/57-243.

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