1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Willibaldsburg in Eichstätt wird aufgerüstet

Eichstätt

22.04.2017

Willibaldsburg in Eichstätt wird aufgerüstet

Copy%20of%2011953960.tif
2 Bilder
Die Willibaldsburg thront über Eichstätt. Nun wird sie saniert und erweitert, damit noch mehr Touristen auf ihrem Weg durchs Altmühltal dort haltmachen.
Bild: Tourist Information Eichstätt/dpa/tmn

Sie thront über Eichstätt und soll demnächst noch mehr Touristen anziehen. Deshalb wird sie mit viel Geld saniert und auch erweitert. Was alles geplant ist.

Die Willibaldsburg. Sie thront hoch über Eichstätt und prägt das Gesicht der Stadt. Gegründet wurde die Burganlage auf dem Willibaldsberg bereits 1355. Viele Erweiterungen, Umbauten und Sanierungen folgten. Bis 1725 diente die Burganlage als Sitz der Eichstätter Fürstbischöfe. Und nun ist es wieder so weit. Der Tourismusmagnet der Region mit Juramuseum und Burggastschänke soll grundlegend saniert, renoviert und umgebaut werden. Außerdem wird das Altehrwürdige durch einen Neubau ergänzt. Heimatminister Markus Söder schaute am Freitag mit einem dicken Geldsack in Eichstätt vorbei. Symbolisch natürlich nur. Aber der Planungsauftrag hat einen enormen Wert.

14,3 Millionen lässt sich der Freistaat die „Aufhübschung“, wie sie der Minister nennt, kosten. „Das ist kein verspätetes Ostergeschenk, sondern eine wichtige und richtige Maßnahme, denn wir stehen zu unserem Kulturerbe und wollen es erhalten.“ Erhalten bedeutet in diesem Fall nicht nur ein bisschen frische Farbe auf Gebälk und Mauerwerk. Für das Museum wird ein Neubau den Empfangs- und Kassenbereich und einen Museumsshop aufnehmen. Geplant ist ein moderner Kubus aus Jurastein mit einem gläsernen Eingangsbereich. Das neue Gebäude soll sich reibungslos in das Ensemble einfügen.

Komplett umgebaut wird die Gaststätte. Dazu Söder: „Hier findet eine komplette funktionelle Neuordnung statt. Die neue Küche wird in einem Anbau unterkommen.“ Dafür ist zwischen Schaumbergbau und Gemmingenbau ein weiterer Neubau geplant. Ein Aufzug wird für das barrierefreies Erreichen des Rittersaales im Obergeschoss sorgen. Außerdem wird es größere Gasträume und neue Sanitäranlagen geben. Und auch die Haustechnik wird erneuert. Genauso das Dach. Der Biergarten bleibt natürlich bestehen. Der Minister spricht sogar von einer deutlichen Aufwertung, die dieser Biergarten erfahren soll. Im Sommer stellt er ein wichtiges Ausflugsziel für Menschen aus nah und fern dar. Insgesamt werden die Freianlagen im Zentrum der Burg neu strukturiert und attraktiver gestaltet.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Minister Söder brachte am Freitag den wichtigen Planungsauftrag mit nach Eichstätt. Nun kann das Bauamt loslegen. Dort geht es bald richtig zur Sache. Denn die Arbeiten sollen wohl koordiniert vonstattengehen. „Nicht wie am Berliner Flugplatz“, scherzte Söder. Der Zeitplan ist straff. Die Gaststätte, für die ein neuer Pächter gefunden wurde, wird bereits im Juni wieder eröffnen, dann allerdings phasenweise wegen der Bauarbeiten ganz geschlossen sein. Das Bauamt plant den offiziellen Baubeginn im Frühjahr 2018 und will dann nicht nacheinander, sondern miteinander koordiniert die geplanten Einzelvorhaben durchziehen. 2022 soll die Burg auf dem Willibaldsberg dann in neuem Glanz erstrahlen. Sogar eine Elektrotankstelle steht dann für die Besucher auf dem Parkplatz zur Verfügung.

Die Burg gehört, wie auch das Neuburger Schloss, zur bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.“ Das Geld ist gut investiert, weil wir Geschichte pflegen und den Tourismus in dieser schönen Region stärken“, freute sich Söder und mit ihm Eichstätts Oberbürgermeister Andreas Stepperger und Landrat Anton Knapp.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_9522.tif
Gewerkschaft in Ingolstadt

IG Metall Ingolstadt: Vorsprung durch Vertrauen

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen