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13.06.2009

Winzer will Grundmauern des Weinpresshauses freilegen

Bittenbrunn |mad| Keine 50 Meter von Josef Tremmls Weinberg in Bittenbrunn entfernt stand bis etwa 1760 ein Weinpresshaus. Das haben jüngste Recherchen ergeben. Zu gerne würde der Winzer aus Laisacker die Grundmauern freilegen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Zu verdanken ist die Wiederentdeckung dem Kreisheimatpfleger Dr. Manfred Veith, der die Geschichte des Weinanbaus in dem Neuburger Ortsteil recherchierte. Er fand heraus, dass in der Nähe des heutigen Weinbergs ein solches Gebäude gestanden hatte und, dass 1623 mit 90 000 Litern die bisher höchste Ernte eingefahren wurde. Josef Tremml lässt mit seinem Weinberg also auch ein Stück Bittenbrunner und Neuburger Geschichte wieder aufleben.

Bisher können Besucher den Weinberg im Rahmen von Volkshochschulkursen besuchen. Auf Geheiß der Regierung von Oberbayern hält Josef Tremml 20 Seminartage mit jeweils 40 Personen ab. Daneben nutzen Vereine und Organisationen seine Expertise gerne für interessante Wissenserweiterungen, was den Wein als Nutzpflanze wie auch als Getränk angeht.

Weinkunde hautnah erleben

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"Los geht es immer mit einer Führung durch den Weinberg." Hautnah soll der Besucher verschiedene Rebsorten erst als Pflanze und später auch als Wein erleben können. Wichtig ist es Tremml, den Menschen die Natur im Allgemeinen nahe zu bringen. Und um den Weinanbau im Besonderen: "Will jemand einen Rebstock im Garten pflanzen, ist schon die Sortenauswahl wichtig."

Tremml zeigt und erklärt den gesamten Vegetationsablauf, geht auf Erziehung und Pflege der Reben ein und erläutert Kelterverfahren. Aber auch die Trinktemperaturen der verschiedenen Weinarten und die passenden Gläser sind Thema. Eine kleine Weinkunde vom ersten Sprössling im Boden bis hin zum guten Schluck. "Ein absolut festgelegtes Programm habe ich nicht. Viel lieber gehe ich auf die Wünsche der einzelnen Gruppen ein." Was unterscheidet einen Rotling vom Rosé? Wie wird Wein richtig gelagert? Die Antworten gibt es mitten im Weinberg. "Da würde die Geschichte des Presshauses prima dazupassen." Das stünde als sichtbar gebliebenes Zeichen des regen Weinanbaus rund um Bittenbrunn.

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