1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. „Wir befürchten das Schlimmste“

Vermisstenfall

17.03.2011

„Wir befürchten das Schlimmste“

Die Hoffnungen der Kripo liegen auf diesem Wagen. Wer das zum Wohnmobil umgebaute Geländefahrzeug gesehen hat, soll die Polizei verständigen.
Bild: Foto: Kripo

Bei der Suche nach dem Wellheimer Ehepaar Fischer tappt die Kriminalpolizei weiter völlig im Dunklen

Wellheim/Ingolstadt Keinen Schritt weitergekommen ist die Kriminalpolizei Ingolstadt bei der Suche nach dem seit 2. März vermissten Wellheimer Ehepaar Werner (45) und Petra (44) Fischer.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Wie ausführlich berichtet, sind die Eheleute vermutlich in der Nacht zum 3. März spurlos verschwunden. Werner Fischer kam wie immer von der Arbeit heim. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages sollte die Ehefrau zur Arbeit in einer Bäckereifiliale erscheinen, doch eine Kollegin, die sie abholen wollte, wartete vergeblich. In diesen Stunden verliert sich jede Spur von den Eheleuten.

Auch der zum Campingmobil umgebaute Geländewagen, der sonst immer vor dem Einfamilienhaus in Wellheim stand, ist seither weg. Die Vermutung, dass beide spontan in den Urlaub gefahren sein könnten, hat sich aber nicht bestätigt: Die Wohnung ist in einem Zustand, als seien die Eheleute nur eben kurz mal weg. Auf dem Bankkonto gibt es keinerlei Bewegung, die Pässe sind da und der Kühlschrank war gefüllt.

„Wir befürchten das Schlimmste“

Die Kripo hat in den vergangenen Tagen fieberhaft jede Adresse und jede Telefonnummer überprüft, die bei den persönlichen Dingen des Ehepaars gefunden wurden – nichts. Auch die Kollegen der beiden am Arbeitsplatz wurden intensiv befragt, doch auch hier ergab sich kein neuer Anhaltspunkt. Außer jenem, dass die beiden – die als sehr zuverlässig gelten – keinen Urlaub beantragt und sich auch sonst nicht abgemeldet haben.

„Wir befürchten das Schlimmste“, sagt Günter Beck, Sprecher am Polizeipräsidium Oberbayern-Nord in Ingolstadt. Der Verdacht, dass ein erweiterter Suizid oder gar ein Gewaltverbrechen vorliegen könnte, erhärtet sich mit jedem Tag. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass die Handys der beiden seit deren Verschwinden permanent abgeschaltet sind.

Suche vom Hubschrauber aus nach dem Auto

Am Wochenende suchte die Besatzung eines Polizeihubschraubers in den dicht bewaldeten Gebieten rund um Wellheim sowie im Altmühltal nach Spuren. Die Kripo hofft, dass zumindest der auffällige Wagen der Fischers von Zeugen gesehen werden könnte. (haju)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren