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10.06.2009

"Wir wollen kein zweites Geiselwind errichten"

Weichering (men) - Sie ist heftig umstritten - die geplante Outdoor-Einrichtung im Naherholungsgebiet Niederforst in Weichering. Eine Interessengemeinschaft will das Projekt verhindern, mehr als 500 Unterschriften dagegen wurden gesammelt und eine Infoveranstaltung durchgeführt. Wie berichtet, befürchten die Kritiker, dass das Naherholungsgebiet an Attraktivität verlieren und es vermehrt Probleme mit Lärmbelästigung geben werde.

Doch viele Bürger fragen sich auch nach der Veranstaltung, was dort am Leitner-Weiher eigentlich gebaut werden soll. Die Neuburger Rundschau hat deshalb mit Investor Stefan Roos gesprochen. Der Unternehmer aus Lichtenau will die geplante Anlage betreiben.

"Wir wollen hier kein zweites Geiselwind errichten", sagt Roos. Bei dem Wort Freizeit-Park würden die meisten gleich an Achterbahnen und sonstige Fahrgeschäfte denken. "Derartiges war nie geplant", so Roos. Konkret will seine Firma "SportsUnlimited" eine Gastronomie, einen Biergarten und einen Multi-Funktions-Turm errichten. Außerdem soll dort auch ein 4000 bis 5000 Quadratmeter großer Veranstaltungsplatz gebaut werden. Wenn die ganze Sache gut läuft, kommt laut Roos in ein oder zwei Jahren ein Waldseilpark dazu.

Herzstück der Anlage ist der gastronomische Bereich. Die Gaststätte soll eine Art Sportsbar beziehungsweise Lounge mit hochwertiger Ausstattung werden. In dem 300 Quadratmeter großen Gebäude mit großen Glasflächen und Blick auf den See können bis zu 120 Personen bewirtet werden. Daran schließt sich der Biergarten, teilweise überdacht, mit bis zu 400 Plätzen an. "Wir wollen dort ein bisschen den Charakter von Neuseeland oder Australien reinbringen", sagt Roos.

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Daneben soll der Multifunktions-Turm in den Himmel ragen. Die Gittermast-Konstruktion wird eine Höhe von rund 50 Metern und eine Grundfläche von vier auf vier Metern haben.

Roos, der gemeinsam mit seiner Frau Anke seit 17 Jahren in diesem Geschäftsbereich tätig ist, rechnet mit rund 20 000 Besuchern jährlich. In diese Zahl sind auch die Gäste der Lounge und des Biergartens eingerechnet. Wer übrigens auf das Gelände will, muss keinen Eintritt bezahlen. Besucher, die vom Turm springen wollen, müssen aber in die Tasche greifen. Die Wagemutigen können dann wählen, ob sie per Bungee-Sprung oder per House running wieder runterkommen wollen. Bei letzterer Art werden die Besucher mit einem Seil fixiert und können dann an der Wand entlang nach unten gehen. Daneben gibt es noch eine Pendelfluganlage, in die bis zu drei Personen geschnallt werden und die dann 1,5 Meter über dem Boden pendelt. Schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, mit dem Fahrstuhl nach oben zu fahren und einfach nur die Aussicht zu genießen. Auf dem Veranstaltungsplatz soll es laut Roos einmal im Jahr ein Open Air geben. Ansonsten kann er sich vorstellen, dass auf dem Areal andere Events wie beispielsweise Firmenpräsentationen abgehalten werden.

Derzeit laufen die Planungen für das Projekt, es gab Gespräche im Landratsamt und der Gemeinderat hat sich bei der Bauvoranfrage dafür ausgesprochen. Die Interessengemeinschaft, die gegen die geplante Einrichtung ist, fordert eine Rücknahme des Vorbescheids.

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