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Mobilfunk

09.05.2019

Wo in Rennertshofen Funkmasten stehen werden

Der Handymast in Stepperg wird kommen. Warum ein alternativer Standort für die Telekom nicht infrage kommt und weshalb die Gemeinde jetzt ein Baugenehmigungsverfahren fordert

Am Dienstag hat sich der Gemeinderat des Marktes Rennertshofen noch einmal mit dem Bauantrag der Deutschen Funkturm GmbH befasst, die in Stepperg einen Mobilfunkmasten plant. Vor vier Wochen hatten die Räte mehrheitlich einen Alternativstandort nördlich des Ortes vorgeschlagen. Die Tochter der deutschen Telekom hat diesen Standort geprüft und für ungeeignet befunden. Deshalb hält sie an den ursprünglichen Plänen fest. Ein Mitarbeiter der Deutschen Funkturm informierte den Gemeinderat am Dienstag über dieses Bauvorhaben und über die Entwicklung des Mobilfunknetzes im Allgemeinen.

Insgesamt entstehen auf dem Gemeindegebiet Rennertshofens drei neue Mobilfunksendeanlagen für die Telekom: einer nordöstlich von Bertoldsheim, einer nordwestlich von Rennertshofen und einer an dem diskutierten Standort zwischen Stepperg und Rennertshofen an der Staatsstraße 2214. Thomas Bauer, bei der Deutschen Funkturm GmbH für das Informationsmanagement Funk und Umwelt zuständig, erklärte den Räten die Zielsetzung bei der Planung eines Standortes. Das Mobilfunknetz befinde sich im Umbau hin zu einem Kleinzellennetz. Zudem würden mehr Nutzer mit erhöhtem Datentransfer mehr Sendeanlagen notwendig machen, da jeder Mobilfunksender nur eine begrenzte Anzahl von Gesprächen und Datenvolumen übertragen könne. Zusätzlich sei der bisherige Standort in Rennertshofen, ein Fabrikschornstein im Industriegebiet, statisch nicht mehr belastbar. Die moderneren Antennen seien laut Bauers Aussage schwerer, weil bereits für die Zeit mit 5G vorgesorgt werden müsse.

Der Alternativstandort nördlich von Stepperg, am sogenannten Unterbuch, sei aus zwei Gründen nicht geeignet. Zum einen liege die Starkstromleitung zu nahe am Sender. Und zum anderen müsse das Unternehmen nachweisen, dass der Bau im Außengelände privilegiert sei. Und das sei nur gegeben, wenn es innerorts keine geeigneten Sendestandorte oder keinen Vermieter dafür gebe. Beides sei in Rennertshofen aber vorhanden.

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Während einige Gemeinderäte skeptisch blieben und ihnen der Standort zu nah an den Wohnhäusern ist, plädierte Rosa Marie Haag für den Sender. Schließlich gebe es Gesetze und wissenschaftliche Erkenntnisse. „Wir alle brauchen diese Versorgung.“ Diese Aussage allerdings wollte Heinrich Müller nicht als Gemeinderatsmeinung stehen lassen. Er setzte sich weiterhin für einen Standort außerhalb der Bebauung ein.

Im Grunde hat die Gemeinde keine Chance, den Bau zu verhindern. Derartige Bauvorhaben werden normalerweise sogar im Freistellungsverfahren genehmigt, was die Gemeinde allerdings verhindern kann. Sie kann auf ein reguläres Baugenehmigungsverfahren bestehen, wie Gemeinderat Josef Spenninger vorschlug. Damit würden alle Fachbehörden an der Genehmigung beteiligt. Diesem Tipp folgten die Gemeinderäte einstimmig.

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