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Verkehr

19.03.2015

Wo rum?

Ingolstadt müsste Grund abgeben, damit Karlskron eine Umgehung bauen kann

Etwas angekrätzt schienen einige Ingolstädter Stadträte schon, als der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag den Bau der Ortsumgehung Karlskron und Pobenhausen debattierte. Denn man fühlt sich offenbar nicht hinreichend und frühzeitig informiert von dem Projekt.

Das betrifft die Ingolstädter Stadtpolitik nämlich in einem besonderen Maße, denn es gibt vier Trassenvarianten und drei davon liegen auf Ingolstädter Stadtgebiet. Eine mögliche Route würde direkt neben der Bahnlinie von Ingolstadt nach München verlaufen. Aber sie durchschneidet eine Fläche, die von der Stadt bereits reserviert ist – für ein privilegiertes landwirtschaftliches Bauvorhaben, wie Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle erläuterte. Also dürfte diese Straßenführung ziemlich ausscheiden, obwohl sie offenbar sehr starke Befürworter in Karlskron hat.

Die Gemeinde will die Ortsumgehung im Alleingang stemmen, denn der Staat wird die Projektleitung nicht übernehmen, erklärte Lutz Mandel, der Chef des Staatlichen Bauamtes. Die Umgehung ist in der Ausbauplanung des Freistaates Bayern nämlich nachrangig eingestellt. Die Gemeinde kann aber mit einer hohen Förderung rechnen, muss aber selbst planen und bauen. Sollten die Absichten der Gemeinde verstärkt werden, muss eine Planungs- und Durchführungsvereinbarung zwischen Karlskron und dem Freistaat abgeschlossen werden, zeigte Mandel den weiteren Verfahrensweg auf. Erst danach kann ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Und dann ist in jedem Fall die Zustimmung von Ingolstadt notwendig. Die Stadt hat bereits angekündigt, dass sie dann auch ein Gutachten über das zu erwartende Verkehrsaufkommen will.

Aber jetzt muss erst noch intensiv mit der Stadt Ingolstadt verhandelt werden, wo rum die Straße geführt werden soll. Hans Achhammer von der CSU hatte bereits einen Vorschlag: Deutlich weiter nach Nordwesten solle Karlskron die Route verlegen – und bei den weiteren Diskussionen und Verhandlungen den Stadtrat von Ingolstadt „frühzeitiger einbinden“.

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