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Bau II

22.06.2017

Wohnungsengpässe kommen Genossenschaft zugute

Am Ende verteilte die Genossenschaft Ehrenurkunden: (von links) Aufsichtsratsvorsitzender Walter Lenk, Alfred Keller, Franz Wagner, Hans Fischer, Geschäftsführerin Ilona Beyer-Stempfle und Vorsitzender Ludwig Schlosser.
Bild: Xaver Habermeier

Die Mitglieder der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft freuen sich über die hohe Rendite

Bezahlbarer Wohnraum ist in der Region 10 knapp. Das ist gut für die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Gut für die Mitglieder, die sich bei der Jahresversammlung am Dienstagabend im Kolpinghaus nicht nur über eine positive Bilanz freuen, die Vorstandsvorsitzender Ludwig Schlosser und Geschäftsführerin Ilona Beyer-Stempfle vorgestellt haben. Denn im Berichtszeitraum des Geschäftsjahres 2016 wird eine Rendite von 2,5 Prozent ausgeschüttet.

Wie Ludwig Schlosser sagte, beläuft sich die Bilanzsumme des vergangenen Jahres auf 18,2 Millionen Euro. Sie setzt sich zum größten Teil – über 15 Millionen Euro – aus den Grundstücken mit Wohnungsbau zusammen. Den Bilanzgewinn bezifferte Schlosser auf knapp 160000 Euro. Weiter erläuterte er im Vorstandsbericht den Anstieg der Mieten auf durchschnittlich 5,31 Euro pro Quadratmeter (im Vorjahr waren es 5,14 Euro) und den Anstieg der Mitglieder von 366 auf jetzt 373 mit insgesamt 5513 Geschäftsanteilen.

Ilona Beyer-Stempfle listete Maßnahmen und Vorhaben auf. „Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 haben wir die 2015 begonnenen Badsanierungen in beiden Wohnblöcken in der Schlesier Straße fortgeführt“, erklärte sie: insgesamt 56 Wohnungen. Als die Arbeiten durchgeführt wurden, blieben sie bewohnt. „Dies war eine besondere Herausforderung sowohl für Bauleitung, Handwerker als auch für Mieter und Mitarbeiter“, sagte Beyer-Stempfle. Weiter erklärte sie den Einbau von Wasserenthärtungsanlagen und Rauchmelder, die ab Neujahr laut Bayerischer Bauordnung gesetzliche Pflicht sind. Im Zuge von Verbesserungsmaßnahmen für das Wohnumfeld im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt entstehen zudem neue Parkplätze. Des Weiteren sind an mehreren Häusern barrierefreie Zugänge und Aufwertungen der Außenanlagen geplant. Die Fluktuationsrate betrug letztes Jahr 6,8 Prozent, was 22 Mieterwechseln entspricht. Aktuell sind alle Wohnungen der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft vermietet. Der Wohnblock in der Richard-Wagner-Straße ist nicht mehr in der Mietpreisbindung und somit hat sich der Anteil der Sozialwohnungen um 21 Wohneinheiten auf jetzt 103 verringert. „So wie in unserer Genossenschaft der Anteil der Sozialwohnungen sinkt, so verhält es sich auch bundesweit“, so die Rednerin.

Sie sprach von einer positiven Entwicklung der Genossenschaft, in der sowohl haupt- als auch nebenamtliche Mitarbeiter mit ihrem Engagement zum Erfolg beitragen. Eine tadellose Arbeit bescheinigte der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Lenk den Verantwortlichen. Nicht nur, dass das Gremium selbst alle Vorgänge und Vorhaben kontrolliert. Daneben hat der Verband bayerischer Wohnungsprüfungen in Neuburg eine sehr gut geführte Genossenschaft bestätigt.

Abgerundet wurde die Versammlung mit Ehrungen und der Wiederwahl von Klaus Hopp-Wiel, dessen Legislaturperiode als Aufsichtsrat auslief. Damit bilden den Aufsichtsrat weiterhin Walter Lenk als Vorsitzender, sowie Klaus-Hopp Weil, Hans-Peter Fleißner und Sebastian Mahr.

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