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Karlshuld-Kleinhohenried

10.10.2019

Workout mit Moos-Panorama in Kleinhohenried

Drinnen Hightech, draußen Nostalgie mit Moos-Panorama. Das neue Fitnessstudio von Hans-Peter Dittenhauser in Kleinhohenried eröffnet am 19. Oktober und soll für die Kunden ein Ort zum Wohlfühlen sein.
Bild: Norbert Eibel

In Kleinhohenried eröffnet am 19. Oktober das Fitnessstudio „MooFit“. Es richtet sich an einen ganz bestimmten Kundenstamm.

Das Wortspiel gefällt Hans-Peter Dittenhauser besonders: „MooFit“ heißt sein Fitnessstudio, das am 19. Oktober im Karlshulder Ortsteil Kleinhohenried eröffnen wird. Der Zusatz „together“ weist darauf hin, dass dies ein Ort sein soll, an dem die Generationen zusammenkommen und etwas für ihre Gesundheit tun. „Die Älteren lesen aus dem Namen Moos und fit heraus und für die Jüngeren bedeutet es move it, also beweg’ es“, findet der 46-Jährige.

Und das Motto passt zudem zum Studio, denn bewegt ist auch die Vergangenheit des Gebäudes. Das Fitnesscenter befindet sich in einer ehemaligen Scheune, Baujahr 1954, auf dem Anwesen von Hans-Peter Dittenhauser in Kleinhohenried. Gebaut hat den Stadel sein Großvater Josef Gollwitzer. „Das war vor allem Abstellplatz für alle möglichen landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Gerätschaften. Sehr solide gebaut, eine Holzkonstruktion und dann selbst aufgemauert“, erzählt er. Und ziemlich geräumig, rund 500 Quadratmeter groß ist die Scheune. Schon lange habe er über eine vernünftige Nutzung nachgedacht. Da passte es gut, dass ein eigenes Studio ein lang gehegter Traum war.

Die Idee zu einem Fitnessstudio kam Dittenhauser durch seine Krankheit

Hans-Peter Dittenhauser hatte eine Ausbildung zum Technischen Zeichner gemacht, doch weil er an Mukoviszidose leidet, einer vererbten Stoffwechselerkrankung, wurde er mit 29 Jahren frühverrentet. Zermürben ließ er sich von seinem Schicksal nicht. Geholfen habe ihm Bewegung. Bei der Behandlung der Krankheit spielen Ernährung, Physiotherapie und Sport eine wichtige Rolle. „Regelmäßig was gemacht hab’ ich, seit ich 17 war. Einfach, weil ich gemerkt hab’, dass sich dadurch meine Lebensqualität verbessert. Meine Lungenkapazität liegt bei 25 bis 30 Prozent. Da schaut man, dass man noch was rausholt“, witzelt er. Aus Therapie wurde so Leidenschaft. Die Fitnesstrainer B-Lizenz hatte er schon erworben und setzte noch die A-Lizenz und eine Ausbildung zum Ernährungsberater drauf. Mit dieser Qualifikation jobbte er lange Zeit in verschiedenen Studios. Im vorigen Jahr schließlich nahm bei „Hape“, wie ihn Freunde und Kunden nennen, die Idee Gestalt an, sein eigenes Ding zu machen. Und nachdem die Suche nach einem geeigneten Objekt oder Standort in der Gemeinde nicht zündete, lag der Ausbau des Stadels auf der Hand.

Nachdem die Baugenehmigung da und die Finanzierung geklärt war, ging die Arbeit in der Scheune los, seit Frühjahr wird dort gewerkelt. Von außen hat das Gebäude seinen landwirtschaftlichen Charakter behalten, das Innere prägt ein großer, fast vier Meter hoher Raum mit großen Fensterfronten nach Süden und schickem Design. Beim Schwitzen an den Geräten ist das Donaumoos-Panorama inklusive. „Ich mag es, wenn man sich beim Sport wohlfühlt.“ Und wer sich genug ausgepowert hat, der kann sich nach draußen auf die Südterrasse setzen oder von der Sitzecke mit Kaffee- und Getränkeausschank den Ausblick genießen.

Dittenhauser ist stolz auf seinen Milon-Zirkel. Die Geräte, die ein komplettes Workout in 18 Minuten ermöglichen, werden vom Trainer programmiert und stellen sich über ein Armband, das der Trainierende trägt, automatisch ein.
Bild: Norbert Eibel

Herzstück in dem Fitnessstudio in Kleinhohenried ist ein Milon-Kraftzirkel

Herzstück des Studios ist der Kraftzirkel mit elf digitalen Geräten des Marktführers Milon. Das Besondere daran: Es wird nicht mit Gewichten, sondern mit elektronischen Widerständen gearbeitet. So lässt sich die Belastung während der Bewegungsausführung verändern, was das Training noch effektiver macht. Auf Qualität setzt Dittenhauser nicht nur bei den Geräten, sondern auch bei der Betreuung. Unterstützt wird bei der Anleitung von Minijobbern, Ehefrau Bettina übernimmt die Geschäftsführung und ist für die Buchhaltung zuständig.

Die Kunden, so hofft Hans-Peter Dittenhauser, sollen vor allem aus der näheren Umgebung kommen. „Etwa 15 Prozent der Bevölkerung besucht ein Fitnessstudio. Hier im nordöstlichen Donaumoos leben ungefähr 10.000 Menschen. Damit der Laden läuft, brauche ich einen Kundenstamm von rund 500 Leuten“, lautet seine Rechnung. Zehn bis 15 Minuten maximal, so ein Branchenwert, seien die Kunden bereit zu fahren. Dazu kommen noch zwei Aspekte: Neben dem Charme des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens punktet das neue Fitnessstudio mit der idyllischen Lage im Donaumoos.

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