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16.03.2009

Würdiges Alter und trotzdem dynamisch

Ingolstadt (mad) - Zum 75. Geburtstag lädt man seine Freunde und guten Bekannten ein. Und davon scheint die Kreishandwerkerschaft Ingolstadt-Pfaffenhofen jede Menge zu haben, denn das Ingolstädter Theater war gut gefüllt, als Kreishandwerksmeister Max Hechinger die Gäste begrüßte. Unter ihnen Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann und Staatskanzleichef Siegfried Schneider.

"Sie haben ein würdiges Alter erreicht und sind doch jung, dynamisch und voller Zukunftspläne geblieben", gratulierte Ingolstadts OB Lehmann dem Zusammenschluss der Innungen. Selbst aus einer Handwerker-Familie stammend sei auch sein Berufsleben vom Handwerk mitgeprägt worden, so der OB weiter. "1980 brachte mich das Handwerk nach Ingolstadt, als ich Leiter des Berufsbildungs- und Technologiezentrums wurde."

Die Angst vor der Krise würde die Menschen sich wieder mehr auf das Handwerk besinnen lassen. "Die Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft ist enorm. Aber nicht nur deshalb unterstützen wir die kleinbetrieblichen Strukturen." Aus diesem Grund begrüßte Lehmann auch eine Vereinfachung der Ausschreibungen, die mit dem Konjunkturpaket für die Wirtschaft erlassen worden seien. "Wo immer möglich versuchen wir Aufträge bei unseren regionalen Betrieben und Handwerkern zu halten."

Bindeglied zu Politik und Gesellschaft

Würdiges Alter und trotzdem dynamisch

Siegfried Schneider lobte die Kreishandwerkerschaft als Dienstleister für die vielen mittelständischen Handwerksbetriebe und als Bindeglied zu Politik und Gesellschaft. "Viele EU-Entscheidungen haben direkten Einfluss auf Ihr Arbeitsfeld. Mit der Vereinigung können Sie direkt auch auf solche Entscheidungen Einfluss nehmen und diese mitgestalten."

Max Hechinger hatte zuvor einige Fakten zusammengetragen: "3276 Handwerksbetriebe erwirtschaften mit ihren 13 200 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro." Seien das schon imposante Zahlen, so legte Hechinger aber den Schwerpunkt auf die Zahl der Auszubildenden. Mit 1833 Lehrlingen im vergangenen Jahr hätten diese knapp 14 Prozent der Beschäftigten ausgemacht, so der Kreishandwerksmeister.

Am 15. Juni 1934 war auf Beschluss des Reichswirtschaftsministeriums der bezirkliche Zusammenschluss der Pflichtinnungen zu Kreishandwerkerschaften beschlossen worden. Trotz der Kriegswirren hatte die Kreishandwerkerschaft 1948 4490 Betriebe in 35 Innungen zusammengefasst. 1956 wurde im Landkreis Aichach eine eigene Handwerkerschaft gegründet und die Kreishandwerkerschaft Ingolstadt-Pfaffenhofen entstand.

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