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Gründungsjubiläum

03.03.2016

Zähes Verhandeln um flüssige Lösung

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Da taten dem einen oder anderen die Knie wohl ein bisschen weh. Zäh und lang waren die Verhandlungen, die aber dank diverser flüssiger Überredungskünste für beide Seiten fruchtbar endeten.

Freiwillige Feuerwehr Weidorf feiert vom 3. bis 5. Juni 125-Jähriges

Zum Schluss sollten sich die zähen Verhandlungen der Haselbacher mit den Weidorfern auszahlen. Denn die Freiwillige Feuerwehr Weidorf feiert vom 3. bis 5. Juni 2016 ihr 125-jähriges Gründungsfest und besuchte deswegen Haselbach, um sich die Patenschaft der Nachbarn zu sichern. Und zwar ganz klassisch traditionell, so wie sich das in Bayern gehört. Bei Temperaturen unter der null Grad und eisigem Ostwind holte die Blaskapelle Ehekirchen die Bittsteller zusammen mit Schirmherrn Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, den Festdamen, Familien, Freunden und Gästen am alten Feuerwehrhaus ab, um gemeinsam zum nahen Haselbacher Gemeinschaftshaus „Zum Waldblick“ zu marschieren.

Nach dem Einzug fuhren die Gastgeber für die Bittsteller und die rund 140 Gäste eine Brotzeit auf, um für die anstehenden Aufgaben gewappnet zu sein. Denn Patenverein zu sein, ist zwar eine große Ehre, aber natürlich lassen sich Paten diesen Dienst meist „teuer“ bezahlen, und bevor die eigentlichen Verhandlungen beim „Scheitl-Knien“ losgehen, müssen die Bittsteller ein paar lustige Aufgaben lösen.

Die erste sollte für die vier g’standenen Weidorfer Mannsbilder keine Herausforderung sein. Die Feuerwehrler mussten aus vier Gläsern Weizenbier ohne Zuhilfenahme der Hände trinken, wobei der Trunk auf einem Balken stand, den zwei Damen langsam in die Vertikale neigten. Kräftige Lungen forderte die nächste Aufgabe. Kreisbrandmeister Klaus Gastl spielte mit Maschinist Markus Tischler, Kommandant Alfred Ostermeier und Corinna Buchhart einen fiktiven Einsatz durch, an dessen Ende ein Luftballon mit der Kübelspritze aufgepumpt werden sollte. Nachdem die Spritze aber nicht wie geplant funktionierte, pustete Maschinist Markus Tischler den Luftballon so lange per Mund auf, bis der zerplatzte. Beim dritten und letzten Spiel waren vier Weidorferinnen gefragt. Marianne Fischer, Marion Ostermeier, Brigitte Gschwendner und Vanessa Bauer mussten in einem Teller mit Mehl fünf Gummibärchen suchen und essen, ohne die Hände zu benutzen. Das war eine staubige Angelegenheit, das Mehl gelangte nicht nur in Mund und Nase, sondern bei einer Dame sogar hinter die Kontaktlinse.

Nachdem alle Aufgaben zur Zufriedenheit gelöst waren, bescheinigte Michael Keller, 1. Vorsitzender der Haselbacher, den Gästen die „Zulassung zur Abschlussprüfung“, also zum „Scheitlknien“, dem eigentlichen Verhandeln um Freibier und Mittagessen. Zäh und lang waren die Verhandlungen, die aber dank diverser flüssiger Überredungskünste für beide Seiten fruchtbar endeten. Kommandant Alfred Ostermeier, 1. Vorsitzender Wolfgang Wünsch, Festdame Melanie Ruisinger, Schirmherr Umberto Freiherr von Beck-Peccoz und Kassier Enrico Modlmeyr einigten sich mit Michael Keller und Klaus Gastl auf eine Maß, ein Essen und freien Eintritt für jeden Feuerwehrler und Festtag. Eine weitere Maß legte der Schirmherr für Sonntag nach dem Umzug noch drauf. Die Haselbacher sagten im Gegenzug tatkräftige Unterstützung zu. Bürgermeister Günter Gamisch überreichte im Namen der Gemeinde einen Zuschuss fürs Fest. (bed)

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