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Neuburg

05.11.2017

Ziel erreicht

Aus und vorbei: Roland Thiele, Vorsitzender des Historischen Vereins, sperrt die Tür zur Hofkirche zu. Nach 100 Tagen ist gestern die Ausstellung „Fürstenmacht und wahrer Glaube“ zu Ende gegangen. Mit einer Bilanz, die die Organisatoren glücklich macht.
Bild: Luzia Grasser

Fürstenmacht und wahrer Glaube ist gestern zu Ende gegangen. Die Macher zeigen sich zufrieden. Vor allem, da im Endspurt die Besucherzahlen noch einmal deutlich angestiegen sind.

Roland Thiele hatte am Sonntagabend nur noch eins zu tun: zusperren. Und das gleich dreimal mal. Zumindest symbolisch schloss der Vorsitzende des Historischen Vereins all jene Türen, hinter denen 100 Tage lang die Ausstellung „Fürstenmacht und wahrer Glaube“ zu sehen gewesen war. Erst sperrte Thiele die Hofkirche zu, dann verschloss er die Tür zum Fürstengang und schließlich ging noch das mächtige Tor zum Schloss zu. Es war eine halbe Stunde, nachdem der letzte Besucher die Ausstellung verlassen hatte. Der letzte von genau 19649 Besuchern, die seit 15. Juli die zahlreichen Exponate rund um Reformation und Gegenreformation bestaunt hatten.

Die Organisatoren rund um Thiele wirkten mehr als zufrieden. 20000 Besucher hatten sie sich als Ziel gesetzt – genauso viele, wie im vergangenen Jahr die Landesausstellung „Kunst und Glaube“ angezogen hatte. „Es war eine Punktlandung“ resümierte dann auch Oberbürgermeister Bernhard Gmehling am Sonntagabend, als die Verantwortlichen ein erstes Resümee gezogen haben: „Es war eine hocherfolgreiche Ausstellung.“ Selbst gestern, am letzten Tag, waren noch 500 Besucher gekommen und haben sich in vier Führungen durch die historischen Räumlichkeiten führen lassen. Gmehling will den Erfolg aber nicht allein an den Besucherzahlen ausmachen. Er, der selbst einige Gruppen durch die Ausstellung geführt hatte, hatte erlebt, dass zahlreiche Besucher „hoch erfreut und begeistert“ reagiert haben. Selbst die Neuburger hätten einen tieferen Einblick in die Historie ihrer Stadt bekommen. Roland Thiele freute sich vor allen Dingen darüber, dass im Gegensatz zu anderen Ausstellungen zur Reformation die Neuburger Veranstaltung die Erwartungen erfüllt habe und auch zahlreiche überregionale Besucher angelockt habe.

Michael Teichmann, Leiter des Stadtmuseuem, wird in den kommenden Wochen die Ausstellung rückabwickeln, die Leihgaben ihren Besitzern zurückgeben. Zudem muss entschieden werden, welche Spuren die Ausstellung hinterlassen soll. Was soll erhalten bleiben von der Einrichtung? Wie soll das Stadtmuseum profitieren? Fest steht, dass die Hofkirchenschatzkammer erhalten bleibt sowie die Abteilung Religion im Stadtmuseum in Folge der Ausstellung neu ertüchtigt wird. Aber was beispielsweise mit dem Kreuzgang passiert, das steht noch in den Sternen. Der Chatbot Credo, ein interaktives Angebot vor allen Dingen für die jüngeren Besucher, soll künftig im Stadtmuseum zum Einsatz kommen. Auch wenn es während der Ausstellung immer mal wieder technische Schwierigkeiten gab.

Miteingestimmt in das Lob für die Ausstellung haben auch die Mitarbeiter des Ausstellungsshops. Vom Katalog seien gut 500 Stück verkauft worden, auch Bücher und Rosenkränze seien von den Besuchern gut nachgefragt worden. Der Verkaufsschlager aber war klein und aus Plastik: Es ist ein Miniatur-Luther von Playmobil.

Stadtmuseum Das Stadtmuseum ist ab Dienstag wieder geöffnet, und zwar zu den verkürzten Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

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