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28.06.2009

Zum Gelingen des Schlossfestes viel beigetragen

Neuburg Den Himmelsleut, die am Wetterschalter drehen, scheint das Schlossfest zu gefallen. Knipsten sie schon am Freitag zur Eröffnung pünktlich das Sonnenlicht an, war es am Samstag beim Empfang der Stadt im Theater-Hof nicht anders. Eine schöne Geste gegenüber den drei Persönlichkeiten, die bei der 20. Auflage des Historienspektakels Ehre für ihr jahrelanges Zutun zum Gelingen der Veranstaltung geleistet haben: Manuela Kellner, Werner Lecheler und Kurt Kreitmeier erhielten heuer aus den Händen von Marktvogt Friedhelm Lahn den goldenen Steckenreiter-Orden "Pro Merito" verliehen.

Den vergibt der Verkehrsverein als Organisator des Schlossfestes seit 1996 jeweils an drei verdiente Mitgestalter des Festes. Manuela Kellner würdigte Lahn als "treibende Kraft" bei der Gruppe "Ottheinrichs fröhliches Gesinde". Die Renaissance-Tanzgruppe wurde 1992 gegründet und umfasst 40 Mitglieder. Nebenbei besetzt Manuela Kellner auch eine der Hauptrollen beim Ottheinrich-Festspiel.

Werner Lecheler ist musikalischer Leiter des 1981 gegründeten Chors Windrose, der seit den 80er Jahren das Schlossfest bereichert. Das weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Ensemble erhielt 2006 den Kulturpreis der Stadt und wegen seiner musikalischen Qualität davor bereits die Silberdistel der Augsburger Allgemeinen.

Kurt Kreitmeier prägte als ehemaliger Herold die Reiterspiele entscheidend mit. Dass er von großen Pferden schon einmal schneller abstiegen als aufgestiegen war und die Vierbeiner deshalb in den Jahren immer zahmer und kleiner wurden, sollte dieses Engagement, wie Friedhelm Lahn süffisant bemerkte, nicht schmälern.

Zum Gelingen des Schlossfestes viel beigetragen

Die traditionelle Begrüßung der heuer besonders zahlreichen Ehrengäste hatte in dem Renaissance-Fest angepasster, alter Sprache eingangs Stadtregent OB Dr. Bernhard Gmehling übernommen. Mit der zahlreichen Prominenz aus der gesamten Region und der Landeshauptstadt München fanden sich heuer ganz besondere Gäste im Theaterhof ein. Neben Vertretern aus der Partnerstadt Jesenik, jungen Parlamentariern aus Neuchâtel auch Generalkonsule aus Griechenland, Kroatien und den Vereinigten Staaten sowie seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig von Bayern aus dem edlen Geschlecht der Wittelsbacher.

Ihnen allen erzählte er ein bisschen aus der Geschichte des Fürstentums und von seinem ersten großen Herrscher Ottheinrich, der in Geldsachen keineswegs auf den Gulden schaute. Er war deshalb "banka rotta", wie Gmehling erzählte. In dieser Hinsicht jedenfalls wolle der jetzige Magistrat der Stadt dem Pfalzgrafen nicht nacheifern.

Liebevoll umrahmt wurde die Feier von den Neuburger Spielleut, dem Fanfarenzug und den beste Stimmung verbreitenden Moriskentänzern.

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