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Aktion

09.03.2019

Zum Weltfrauentag regnet es Rosen

Renate Wiedemann half mit einem Lächeln mit beim Verteilen der Rosen. Zum Internationalen Frauentag am 8. März staubten viele Frauen in Neuburg eine Blume ab. In Berlin war am Freitag sogar Feiertag.
Bild: Xaver Habermeier

Lange waren die Frauen nicht gleichberechtigt und auch heute gibt es noch zahlreiche Ungerechtigkeiten. Am 8. März konnten sich die Neuburgerinnen dafür über zahlreiche Blumen freuen. Wer die Frauen beschenkt hat

Nein, keine Tulpen aus Amsterdam, sondern 4400 Rosen aus der niederländischen Hauptstadt landeten am Donnerstagabend in Neuburg. Der örtliche Rotary Club verteilte die frisch geschnittenen Blumen für das Projekt „Jede Frau eine Rose“ an über 80 Einrichtungen in der Stadt und in der Region. Am 8. März, dem internationalen Weltfrauentag – mittlerweile sogar Feiertag in Berlin –, hatten Firmen, Händler, Ärzte und Lebenspartner ihren Mitarbeiterinnen, Kundinnen oder Partnerinnen die Rosen als Zeichen der Wertschätzung geschenkt. Der Erlös geht an soziale Gruppen.

Die große Anzahl der Rosen verarbeiteten die Helfer vom Rotary Club in den kühlen Lagerräumen vom Autohaus Böttcher. „Hier darf es nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm sein, nur so halten die Rosen länger“, erklärte eingangs der Aktion Holger Günzel. Dann sortierten und zählten die Helfer die Rosen in den Kartons, die zehnerweise verpackt waren. Nach Beschriftung und Zuordnung an die Adressanten stand die Lieferung bereit zum Ausfahren. Die Kombifahrzeuge wurden am frühen Freitagmorgen beladen und steuerten die Firmen und Einrichtungen an. Große Abnehmer waren beispielsweise das Neuburger Krankenhaus, die Caritas oder das Alten- und Pflegeheim St. Augustin mit jeweils rund 200 Rosen.

Auf der Facebook-Seite und der Homepage der Rotarier sind alle Besteller und Rosen-Spender vorgestellt. Der Rotary-Hilfswerk-Vorsitzende Heinz Richter kümmert sich bei dem Projekt um das Finanzielle. Eine Rose kostet den Abnehmern in den Einrichtungen 1,90 Euro. Entstanden ist die Idee für die Aktion beim Partner-Club der Neuburger im französischen Ensisheim, das rund 25 Kilometer von Colmar entfernt liegt. Dass schon zur Premiere vor Ort in diesem Jahr 4400 Rosen für den sozialen Zweck bestellt und schließlich an Frauen verschenkt wurden, wertet Heinz Richter als großen Erfolg. „Das schreit nach Wiederholung“. Der rotarische Präsident Christian Barth bestellte beispielsweise 200 Rosen für seine Praxen in Neuburg und Ingolstadt.

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„Was einzeln nicht benötigt wird, das überreichen wir dann als Strauß“, scherzte Barth. Ein Blick in Geschäfte in der Stadt oder am Stadtrand zeigt, dass die Rosen vielerorts strahlende Abnehmerinnen fanden. Wie beim großen Arbeitgeber, dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74. Hier waren am Weltfrauentag in der vergangenen Woche über 50 Frauen im Dienst. Im sogenannten Stabsdienst überraschte Oberstleutnant Siegfried Beck 30 zivile Arbeitnehmerinnen und Soldatinnen mit jeweils einer Rose. All die Frauen sehen die Geste auch als Motivationsschub.

Zurückblickend hat der internationale Weltfrauentag eine lange Tradition. Organisationen erinnern rund um den Erdball an Frauenrechtsprobleme. Dabei geht es um Themen wie Gewalt, politische und soziale Teilhabe sowie die Gleichstellung im Arbeitsleben. Viele Frauen, vor allen die in Osteuropa, werden dazu am Weltfrauentag hofiert und erfahren eine Wertschätzung durch die Männer. Aber auch in Deutschland werden viele Damen umgarnt.

In Neuburgs fliegendem Verband war es neben der Überreichung von Rosen ein nettes Augenzwinkern durch Oberstleutnant Beck in Richtung der Frauen. Die Aktion „Jede Frau eine Rose“ fand in der gesamten Großen Kreisstadt und den beteiligten Firmen Gefallen, wie der Rotary Club Neuburg resümierend heraushebt. Nachhaltig ist die Verteilung vom Erlös, wie Spenden für die Zufluchtsstätte für Frauen und weitere soziale Aktionen.

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