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Jubiläum

25.05.2019

Zusammen lernen und zusammen wachsen

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Der Lehrerchor mit Schulleiter Franz Schmid (rechts außen) trug mit seiner Darbietung zur Erheiterung bei. Stimmgewaltig sang er „Halleluja“, eine Ode an die unterschiedlichen Abteilungen der Schule.

Die Regens-Wagner-Berufsschule gibt es seit 40 Jahren und seit zehn Jahren hat sie ihren Standort in Schrobenhausen. Das wurde groß gefeiert. Was sich Schüler und Lehrer für diesen Tag ausgedacht haben

Angefangen hat alles in Neuburg vor 40 Jahren mit zwei Kursen für Helferinnen in der Hauswirtschaft. Nach kurzer Zeit entstand daraus die Kolping-Berufsschule und 1997 schließlich die Regens-Wagner-Schule, die immer größer wurde und in Neuburg am Ende vier Standorte belegte. Vor zehn Jahren ist die Berufsschule für Schüler mit Förderbedarf nach Schrobenhausen umgezogen, nachdem die Standortsuche in Neuburg erfolglos verlaufen war und in Schrobenhausen die staatliche Berufsschule aufgelöst werden sollte. Nach zwei Jahren Planung, Sanierung und Erweiterung konnte man 2007 schließlich umziehen. Das „Jubiläum 40-10“ – also 40 Jahre Schule, 10 Jahre in Schrobenhausen – feierte die Schule am Freitag mit einem Festakt mit vielen Gästen aus Politik, Kirche und Handwerk unter strahlender Sonne auf dem Schulhof. Beim anschließendem Tag der offenen Schule konnten die Besucher alle Werkstätten besichtigen und Schülern der Berufsvorbereitungsjahre beim Arbeiten zuschauen.

Landrat Peter von der Grün erinnerte in seinem Grußwort an die Initiative seines Vorgängers Richard Keßler, der die Idee hatte, die Schule in Schrobenhausen anzusiedeln. „Heute ist sie ein wichtiger Teil unserer Berufsschullandschaft und nicht mehr wegzudenken“, so der Landrat. Regierungsdirektor Klaus Gößl vom Kultusministerium bedankte sich bei der Regens-Wagner-Schule für die „Pionierarbeit bei der Realisierung der Inklusion“. Man sei sich darüber einig gewesen, dass man Inklusion mit Augenmaß entwickeln müsse und Lernorte wie die Regens-Wagner-Schule erhalten müsse. Den engagierten Lehrkräften gelte sein besonderer Dank. Sie seien „mutig, aktiv und kooperativ“ an die Aufgabe herangegangen. Bürgermeister Karlheinz Stefan bestätigte der Schule „günstige Voraussetzung für gut ausgebildete Fachkräfte“ und versprach seine Mitarbeit, wenn sich die Schule wegen des zunehmenden Raumdrucks erweitern sollte.

Zwei Schüler, Tobias Strauß und Sebastian Koid, haben zusammen mit Unterstützung der Medienexpertin Elena Vogler einen neuen Imagefilm für die Regens-Wagner-Schule gedreht. Er veranschaulicht die vielfältige Ausbildung, die an der Schule möglich ist. Von Körperpflege bis Landmaschinen, von Maurer bis Verkauf reichen die Bereiche, in denen Berufsvorbereitungsjahre, aber auch ausbildungsbegleitender Unterricht angeboten werden. 630 Schüler sind derzeit an der Schule in Vollzeit, Blockunterricht oder an Einzeltagen. Die 56 Klassen werden von 61 Lehrkräften unterrichtet.

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Für Matthias Bühler von der Dillinger Regens-Wagner-Direktion leistet die Schrobenhausener Schule einen unverzichtbaren Beitrag, „Jugendliche zielgerichtet zu unterstützen, um sie auf ihr Berufsleben vorzubereiten“. 2017 sei die Schule mit dem „Prädikat Schulprofil Inklusion“ ausgezeichnet worden, auf diese Auszeichnung könne das Kollegium zu Recht stolz sein.

Das Kollegium hatte für die Feierstunde eigens einen Chor gegründet und den 80er-Jahre-Hit Halleluja zu einer Ode an die Schule umfunktioniert. Models aus dem Bereich Körperpflege rundeten die Feier mit einer Modenschau ab, bei der sie nicht nur aufwendige Frisurenkreationen trugen, sondern auch fantasievolle Kleider der Textilabteilung – alle aus ungewöhnlichen Materialien wie Postkarten und Malervlies.

In den Werkstätten konnten sich die Besucher spielerisch betätigen: Die Holz- und Bauabteilung hatte Geschicklichkeitsspiele aufgebaut, bei den Malern konnte man mit Farben kleine Kunstwerke schaffen. In der Hauswirtschaftsabteilung rollten geschickte Hände gesunde Wraps. Die Bäcker produzierten Laugenzöpfe wie am Fließband, und die Erdbeerschnitten fanden auf der Dachterrasse der Verkaufsabteilung reißenden Absatz.

In der Textilabteilung zeigten Schüler, wie man Reißverschlüsse geschickt in Mäppchen näht, und bei den KFZ-lern war Fehlersuche am Auto angesagt. In der Metallabteilung bauten zwei Schüler Rosen aus Kupferblech zusammen, während nebenan die computergesteuerte Wasserstrahlmaschine selbsttätig Fische aussägte. Im Eingangsbereich bot der Bereich Gartenbau Pflanzen an. Wer also noch Tomaten-, Paprika- oder Zuchinipflanzen brauchte, wurde hier bedient. Die Gartenabteilung ist mit ihren Gewächshäusern in Hohenwart untergebracht, dort werden auch die Beiköche ausgebildet, die in der Mensa in Schrobenhausen ihre praktische Ausbildung machen. Deren Arbeit war am Jubiläumstag besonders gefragt, denn mit der Verpflegung der zahlreichen Gäste hatten sie viel zu tun.

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