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Neuburg

06.10.2020

Zwei alte Hasen auf zwei neuen Posten

Swen Jacob (links) wird Stellvertreter von Kommodore Gordon Schnitger (Mitte). Die Fliegende Truppe übernimmt Sören Richter (rechts).
Bild: Gloria Geissler

Plus Swen Jacob wird stellvertretender Kommodore. Sein Nachfolger stand schnell fest.

Mitarbeiter der Bundeswehr sind ja einiges gewohnt, was Ortswechsel betrifft: Auslandseinsätze, Übungen fern der Heimat, Lehrgänge in anderen Bundesländern. Dazu kommt, dass berufliche Aufstiege fast ausschließlich mit einer neuen Wirkungsstätte verbunden sind. Interne Lösungen sind selten. Umso erfreulicher ist es für Swen Jacob und Sören Richter, dass sie trotz neuer Positionen im Neuburger Luftwaffengeschwader bleiben dürfen. Swen Jacob wird stellvertretender Kommodore und Sören Richter Kommandeur der Fliegenden Gruppe.

Swen Jacob tritt in die Fußstapfen von Thomas Kullrich, der nach einem Jahr in Neuburg im Sommer nach Berlin gewechselt ist. „Das freut mich natürlich, weil ich weiter im Verband bleiben und auch absehbar weiter fliegen kann“, sagte er bei der offiziellen Übergabe am Dienstagvormittag.

Neuburger Luftwaffengeschwader besetzt Posten neu

Den Dienst angetreten hat der 51-Jährige bereits am 1. Juli. Lange Zeit hat die Bundeswehr gerungen, wie die Übergabe als formeller Akt in Corona-Zeiten vonstatten gehen soll. Normalerweise wird dieser feierlich begangen mit jeder Menge Gäste, vielen Ansprachen, Eurofightern, die die Feierrunde überfliegen und einem anschließenden Festakt. „Wir haben versucht einen Mittelweg zu finden“, sagte Kommodore Gordon Schnitger. Und so war nur ein Teil der Fliegenden Gruppe anwesend, dazu ein paar wenige Ehrengäste sowie die Ehefrauen der Hauptpersonen.

Jacob habe die Fliegende Gruppe zielstrebig geführt, lobte Schnitger seinen langjährigen Weggefährten, der 2017 die Verantwortung als Kommandeur übernommen hatte. Jacob selbst sprach von Beharrlichkeit, Fleiß, durchgehend guter Arbeit, dem notwendigen Willen und auch einem Quäntchen Glück, diese Position im Geschwader bekommen zu haben. Denn den Job übernehmen oftmals Offiziere mit Generalstabslehrgängen.

Sören Richter ist seit langem beim Taktischen Luftwaffengeschwader

Ebenfalls ungewöhnlich ist der Werdegang von Sören Richter. Lange Zeit sah es danach aus, dass der Pilot mit 41 Jahren die Luftwaffe als Pensionär verlassen wird. Doch dann wurde sein Dienstverhältnis in das eines Berufssoldaten umgewandelt. Ohne den notwendigen Verwendungsaufbau eines originären Berufssoldaten war es für Richter nun umso überraschender, die Nachfolge von Swen Jacob antreten zu dürfen. Er kennt die Fliegende Gruppe aus dem ff: „Ich finde, wir haben bisher gemeinsam als Team sehr überzeugend und kameradschaftlich agiert, haben bereits vieles geschafft und manchmal schier Unmögliches geleistet.“

Der 43-Jährige lebt seit vielen Jahren in Neuburg, ist verheiratet und hat einen Sohn. Die kommenden Wochen werden für ihn sehr herausfordernd, prophezeit ihm Oberst Schnitger, bis ein geeigneter Stellvertreter gefunden ist. Auch die coronabedingten Absage vieler Übungen und die damit verbundenen fehlende Flugstunden der Piloten war und wird in den kommenden Monaten seine Hauptaufgabe sein.

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