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Neuburg

12.07.2018

Zwei markante Neubauten für Neuburg

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Moderne Architektur für Neuburg: In der Färberstraße D2 und D3 soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen.
Bild: Simone Buchner ARCHITEKTIN

In der Stadt entstehen zwei neue Gebäude: In der Färberstraße, im Herzen der Einkaufsmeile, und hinter der Bäckerei Schlegl. So geht modernes Bauen.

Die Herausforderung ist da, ohne Zweifel: Einerseits braucht die Stadt dringend mehr Wohnraum, andererseits sollen Neubauten möglichst nicht zulasten der eh schon begrenzten Anzahl von Parkplätzen gehen – und auch noch ansehnlich sein. Zwei Neubauprojekte, die von ihrer Lage her nicht unterschiedlicher sein könnten – das eine inmitten der geschäftigen Färberstraße, das andere im Mischgebiet gegenüber der Baywa, lösen diese Herausforderung auf ihre je eigene Weise. Die Vertreter der Stadt machten für beide Bauvorhaben im Bauausschuss einstimmig den Weg frei.

Für die Besucher der Innenstadt das präsentere Gebäude ist mit Sicherheit der geplante Neubau in der Färberstraße. Dort wo ehemals der Base-Laden und aktuell noch der Euroshop untergebracht sind, soll ein Neubau entstehen. Geplant ist ein Wohn- und Geschäftshaus mit drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss, acht Wohneinheiten und rund 200 Quadratmetern Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Für das Baugrundstück existiert kein Bebauungsplan, der im Detail vorschreiben würde, wie der Neubau gestaltet sein muss. Die Vorgabe vonseiten der Stadt fordert in vagem Behördendeutsch lediglich: „Das Bauvorhaben muss sich nach Art und Maß der Nutzung sowie der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die nähere Umgebung einfügen.“

Das sagt die Stadt zu dem Neubau in der Färberstraße

Was auch immer das im Einzelnen bedeutet, der geplante Neubau wird den Anforderungen gerecht. Aus Sicht der Bauverwaltung füge er sich „sehr gut in die umliegende Bebauung ein“. Er nehme die Größe und Ausrichtung des südlich angrenzenden Bestandsneubaus, in dem sich das Optikfachgeschäft Apollo befindet, auf. In Richtung Norden sei er zudem abgestuft zum dortigen Baudenkmal und schafft nach Einschätzung der Experten einen passenden Übergang. Auch die geforderte Dachform und Grundstruktur seien gegeben.

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Wichtig ist in Neuburg aber neben der Form und der Optik immer auch die Frage nach den Parkplätzen. Und die sei in diesem Fall vorbildlich gelöst worden, war im Bauausschuss zu hören. Für jede Wohnung werde wie gefordert ein Parkplatz gebaut. Der Weg, den der Bauherr dabei beschreitet, ist so einfach wie innovativ: Er errichtet auf der östlichen Gebäudeseite zur Hechtenstraße hin sogenannte Duplexparkplätze, auf denen anstelle von einem Auto, zwei Platz haben – bei selber Grundfläche. Dass zwei öffentliche Stellplätze als Zufahrt zu den Duplexstellplätzen wegfallen, sei dabei mit dem Ordnungsamt abgestimmt.

Verkehrsreferent Bernhard Pfahler zeigte sich begeistert von dem Entwurf: „Es ist toll, wie hier auf engstem Raum Parkplätze in der Innenstadt geschaffen werden“, lobte er die Planungen. An vergleichbaren Standorten in der Innenstadt habe er dies schon anders erlebt. Florian Schmid vom Bauamt bestätigte, dass angesichts der geringen Grundstücksfläche das Maximum herausgeholt wurde: „Eine Tiefgarage ist nicht möglich – insgesamt eine sehr gute Architektur“, resümierte er. Aus diesem Grund stimmte der Bauausschuss der Ablöse von fünf weiteren Parkplätzen, die für die Gewerbeflächen angefallen wären, zu. „Wer einkaufen will, kann in der Innenstadt auch zu Fuß gehen“, sagte Schmid.

Der geplante Neubau hinter der Bäckerei Schlegl

Ganz anders gelagert – nicht nur räumlich – ist der geplante Neubau auf dem freien Grundstück am Beginn der Straße „Am Neufeld“, hinter der Bäckerei Schlegl. Dort spielt Gewerbe keine Rolle, das was entstehen soll, ist groß angelegter Wohnraum – und der wird in Neuburg dringend gebraucht. Konkret sehen die Planungen ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit Staffelgeschoss, Flachdach und 28 Wohnungen vor. Die Wohnungen sollen zwischen 40 und 115 Quadratmeter groß sein und richten sich an Singles und Familien. Die erforderlichen 51 Stellplätze werden praktischerweise in einer Tiefgarage und im Außenbereich angelegt. Weil auch für dieses Grundstück kein Bebauungsplan besteht, gilt der vorher zitierte Satz der Bauverwaltung.

Und auch in diesem Fall fügt sich der Neubau aus Sicht der Bauexperten in die Umgebung ein. Die Grundfläche sei im Vergleich zu den umliegenden Gebäuden „vertretbar größer“, außerdem werte der Neubau die städtebauliche Lage mit dem gegenüberliegenden Gewerbe- und Industriegebiet und den angrenzenden Wohnbauriegeln auf. Fazit: „Ein moderner und zeitgemäßer Bau“, befand Schmid. Lob gab es auch von Stadtrat Roland Harsch: „Der Bau fügt sich sehr gut ein, es gibt ringsum viele Einkaufsmöglichkeiten – ich kenne keine bessere Stelle für neue Wohnungen in Neuburg.“

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