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Neuburg

19.01.2021

Zweite Donaubrücke für Neuburg: Planung kann endlich weitergehen

Wenn die verkehrstechnischen Untersuchungen der Brückenvarianten eins bis sieben abgeschlossen sind, wartet zum Abschluss Variante acht (hier rot getüpfelt) auf diese Überprüfung.
Foto: Hajo Dietz

Plus Eigentlich war das Ingenieurbüro Gauff aus Nürnberg mit der Planung beauftragt, das aber ging insolvent. Ersatz wurde inzwischen gefunden. Wie es jetzt weiter geht.

In einem Auswahlverfahren im Neuburger Rathaus, an dem sich fünf Büros beteiligten, hat eine siebenköpfige Jury einen Ersatz für das im Sommer vergangenen Jahres insolvent gegangene Planungsbüro Gauff aus Nürnberg gefunden. Den Namen hält Oberbürgermeister Bernhard Gmehling allerdings noch unter Beschluss, solange die offizielle Bestätigung nicht erfolgt ist.

Zweite Donaubrücke für Neuburg: 20 Prozent der Arbeiten nicht erledigt

Den Vorsitz in der siebenköpfigen Jury hatte 2. Bürgermeister Johann Habermeyer. Zum Team gehörten außerdem aus der städtischen Verwaltung Rechtsdirektor Ralf Rick sowie aus dem Baumt Christoph Gastl und Florian Schmid, außerdem der Leiter des Staatlichen Bauamtes Ingolstadt, Stephan Blauth, sowie die Stadträte Alfred Hornung (CSU) und Norbert Mages (Grüne).

Durch eine zweite Donauquerung soll die Elisenbrücke in Neuburg entlastet werden.
Foto: Stadt Neuburg, Bernhard Mahler

Nachdem beim ausgewählten Büro vor allem auch die freien Kapazitäten für die neue Aufgabe abgefragt worden sind, hofft OB Gmehling, dass in rund vier Monaten der Erläuterungsbericht erstellt ist. Aufgabe des Büros ist es zunächst einmal, die verkehrstechnische Untersuchung der Varianten eins bis sieben abzuschließen. Gut 20 Prozent der Arbeiten hat das Ingenieurbüro Gauff nicht mehr erledigt. Ganz am Anfang steht man hingegen noch mit der Untersuchung einer erst Ende des Jahres von der Regierung von Oberbayern neu ins Spiel gebrachten achten Variante – einer weiteren im Westen der Stadt.

„Doch die ist noch nicht einmal gezeichnet“, erklärt der OB. Weil diese Variante unter der Stromtrasse verlaufen würde, sei an das zuständige Bayernwerk schon einmal die Anfrage für die Kosten einer notwendigen Verlegung der Hochspannungsleitung unter die Erde ergangen. Vorteil der Variante acht ist, dass der Eingriff in die wertvolle Natur geringer ausfallen würde als bei den anderen Vorschlägen, der Preis dafür aber, so der OB, vergleichsweise sehr hoch sei.

Donaubrücke für Neuburg: Bis Herbst soll ein Gesamt-Erläuterungsbericht vorliegen

Erst wenn alle Vorarbeiten abgeschlossen sind, können Vor- und Nachteile aller Varianten abgewogen werden, wie die Kosten und die jeweilige Verkehrsentlastung. Erst dann fällt auch die Entscheidung, welche Variante vorangetrieben wird.

Läuft alles nach Plan, soll der Regierung im Herbst ein Gesamt-Erläuterungsbericht vorliegen. Dann hätte München alle notwendigen Unterlagen, ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, den nächsten großen Schritt für die Realisierung einer zweiten Donaubrücke.

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