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Neuburg

09.10.2020

Zweite Donaubrücke in Neuburg bleibt ein Geduldsspiel

Bild: Winfried Rein

Plus Nach Haselmaus und Insolvenz des Planungsbüros folgen nun weitere Detailuntersuchungen einer Westvariante in Neuburg. Favorisiert von Bürgern wird hingegen ein anderer Standort.

Es gibt aktuell zwar kein K.O.-Kriterium für einen auch von der großen Mehrheit der Bürger gewollten Brückenschlag im Osten der Stadt. Dennoch wird der anvisierte Zeitplan kräftig durcheinandergewirbelt. Nach Haselmaus, kurzfristigem Ausfall der von der Stadt extra für den Brückenbau eingestellten Juristin und der Insolvenz des Planungsbüros kommen nun die Fachbehörden der Regierung von Oberbayern ins Spiel. Mit weiteren detaillierten Untersuchungen von Varianten im Westen soll Klarheit geschaffen werden, wo die aus vielerlei Gründen optimalste Donauquerung in Neuburg anzusiedeln wäre. Vieles spricht indes für die immer schon favorisierte Lösung im Osten.

Unbestritten ist hingegen, dass der Eingriff in die Natur bei einer Westlösung geringer ausfallen würde. Landschaftlich und vor allem verkehrstechnisch gesehen liegen die Vorteile aber klar auf einer Donauquerung im Osten mit einer weiterführenden Verbindung von der Grünauer Straße zur B16 beim Kreisel Münchener Straße. Diese Umfahrung würde die größten Möglichkeiten bieten, die Innenstadt tatsächlich vom Kraftfahrzeugverkehr zu entlasten. Damit hätte die Stadt auch die Chance, dem immer lauter werdenden Ruf der Radfahrer zu folgen, um ihnen mehr sicheren Fahrraum zu geben. Bei einer Westlösung stellt sich unweigerlich die Frage, wie die Kraftfahrzeuge übers Brandlbad hinweg und an der Schilchermühle vorbei auf der Monheimer Straße angekommen, weitergeleitet werden sollen, ohne sich den Ärger von direkten Anwohnern einzuhandeln.

Dennoch wird es viele gute Argumente brauchen, die den größeren Eingriff in die Natur im Osten rechtfertigen – und weiter viel Geduld für alle, die schon lange auf eine zweite Donaubrücke in Neuburg warten.

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Manfred Rinke Warum der Brückenschlag in Neuburg auf sich warten lässt

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