Es geht um den keineswegs kleinen Unterschied. Wer die Darbietung besagter Combo im Hofapothekenkeller als eines von unzähligen Mainstream-Konzerten abtun will, der liegt oberflächlich betrachtet keineswegs verkehrt damit. Ein Sammelsurium an Standards und dann noch die klassische Quartettbesetzung. Dennoch läuft bei der Neuburg-Rückkehr des Tenorsaxofonisten Grant Stewart nach 17 Jahren vieles anders, als bei den meisten Bands dieses Schnittmusters. Der mittlerweile 54-jährige Kanadier will sich ganz bewusst von den Kollegen abheben, die unrettbar im Sumpf der Hard-Bop-Nostalgie feststecken. Gerade den alten Songs verleiht er mit seinem raren Kreativfunken und jeder Menge unerwarteter Wendungen eine windschnittige, moderne, frische Fasson.
Neuburg
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