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Dorferneuerung in Joshofen: Neues Straßenkonzept sorgt für Diskussionen und Veränderungen

Neuburg-Joshofen

Joshofen wird enger und schöner – die Dorferneuerung gefällt nicht allen

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    Die Straße Am Gries hat ein Truppe der Firma Schulz am Donnerstag asphaltiert. Die Feinschicht fehlt noch.
    Die Straße Am Gries hat ein Truppe der Firma Schulz am Donnerstag asphaltiert. Die Feinschicht fehlt noch. Foto: Winfried Rein

    „Es wird schön werden.“ Die frühere Stadträtin Elfriede Müller kann der Dorferneuerung in Joshofen viel abgewinnen. Angesichts der verschmälerten Straßen fragen sich allerdings etliche Anwohner, ob das Projekt klug gewesen ist. Für heuer geht die Umgestaltung in dem Neuburger Stadtteil in den Endspurt.

    Dorferneuerung Joshofen kommt voran

    Die Straße Am Jurahang ist bereits asphaltiert, die Straße Am Gries folgte am Donnerstag dieser Woche. Den Auftrag der Feinschicht verhinderte der Regen. Auf Kosten der Straßenbreite sind Gehwege und Parkstreifen entstanden. Begrünung und Bänke kommen abschließend dazu. Das Ziel sind mehr Aufenthaltsqualität und bessere Benutzbarkeit. Zwei Fahrzeuge kommen allerdings nicht mehr aneinander vorbei. Deshalb wird ein Einbahnring ausgewiesen.

    Die Richtung steht mittlerweile fest: eingefahren wird in der Jurahangstraße, herausgefahren über die Straße Am Gries. Einige Anlieger hätten sich auch die umgekehrte Richtung vorstellen können. „Es bleibt aber bei der ursprünglichen Planung“, berichtet Ortssprecher Hubert Daubmeier von der jüngsten Besprechung der Fachstellen.

    Auch viel Kritik an der Dorferneuerung

    Daubmeier ist der Mann, der die meiste Kritik an der Dorferneuerung abbekommt. Als Ortssprecher muss er Anregungen und Beschwerden aus der Bürgerschaft aufnehmen und mit den beteiligten Ämtern im Gespräch bleiben. Das ist manchmal nicht so einfach. Er verweist auf die Bürgerbeteiligung der Teilnehmergemeinschaft, von der die Grundzüge des Bauprojektes festgelegt worden sind. Elfriede Müller hatte sich dafür sehr ins Zeug gelegt. Ihr liegt daran, die Fördermittel abzurufen und damit Verbesserungen in Joshofen zu erreichen. Es sei eine intensive Zeit gewesen, in der ihr „die Joshofener ans Herz gewachsen sind“. Man hätte schon längst fertig sein können, meint die Kreispolitikerin, „aber es hat zu viele Widerstände gegeben“. 

    2026 soll der Platz gegenüber der alten Schule (links) gestaltet und die Ortseinfahrt asphaltiert werden.
    2026 soll der Platz gegenüber der alten Schule (links) gestaltet und die Ortseinfahrt asphaltiert werden. Foto: Winfried Rein

    OB Bernhard Gmehling gehört nicht zum Widerstand, aber seine Begeisterung für die Dorferneuerung hält sich in Grenzen. Er fragt sich, „ob man die Straßen wirklich so radikal verschmälern muss, dass kein Gegenverkehr mehr möglich ist“. Aber der OB und der Stadtrat tragen die Umbauten mit und haben die Finanzmittel abgesegnet. Früher oder später hätte die Stadt die Straßen selber erneuern müssen.

    Projekt in Joshofen kostet 1,4 Millionen Euro

    Die Dorferneuerung Joshofen ist kein kleines Projekt. Träger ist das Amt für ländliche Entwicklung in Oberbayern. Es hat Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro errechnet. 680.000 Euro bezahlt die Stadt, die andere Hälfte der Freistaat. Die Anlieger müssen nichts bezahlen, weil die Staatsregierung die Straßenausbaubeiträge 2018 abgeschafft hat.

    An der Ecke Jurahang/Donaustraße ist ein kleiner Dorfplatz vorgesehen. Auch das „Wirtseck“ gegenüber der Schule soll ansprechend gestaltet werden. „Es darf kein totes Eck werden“, betont Ortssprecher Daubmeier. Die Beschwerlichkeiten der Baustelle haben die Anlieger teils mit Unmut hingenommen. Silke Koch-Fürst spürte die Auswirkung mit einem Umsatzrückgang in ihrem Dorfladen. Mit der Asphaltierung am Donnerstag sollte nun das Gröbste erledigt sein.

    2026 wird die Ortseinfahrt Joshofen saniert

    Eine Prüfung steht den Joshofenern im kommenden Jahr noch bevor. Abgesehen von der Donaustraße als vierten Bauabschnitt der Dorferneuerung plant die Stadt eine Sanierung der steilen Ortseinfahrt. „Der Canyon erhält eine neue Asphaltschicht“, kündigt Thomas Stemmer an. Der Tiefbauamtschef weist auf eine längere Sperrung der Zufahrt in den Sommerferien hin. Über eine Behelfszufahrt nach Joshofen aus östlicher Richtung wird bereits beraten. Die Umleitung wird zusammen mit Polizei und Ordnungsamt festgelegt. Zum Für und Wider der Dorferneuerung will sich Amtsleiter Stemmer nicht äußern. Das sei Sache der Teilnehmer und der Münchener Behörde, „ich halte mich da raus“. 

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