OB Gerhard Schoder gratuliert Lars Schnauber (rechts) zur Wahl zum Ortssprecher.Foto: Winfried Rein
Lars Schnauber ist der neue Ortssprecher von Joshofen. Die Bürgerversammlung wählte den 41-jährigen Ingenieur mit 82:11 Stimmen gegen Mitbewerber Uwe Jakob zu ihrem Sprecher. Schnauber wohnt seit vier Jahren im Baugebiet „Nussschütt“ und hat sich schnell ins Dorfleben integriert. Er geht davon aus, dass er „gute Kontakte ins Rathaus“ hat und will „das Beste für den Stadtteil herausholen.“
Der frühere Ortssprecher Hubert Daubmeier bleibt Ansprechpartner für die Dorferneuerung
Im März hatte der neue Ortssprecher auf der Liste der Freien Wähler für den Stadtrat kandidiert, den Einzug als Neuling allerdings nicht geschafft. Die Arbeit des bisherigen Ortssprechers Hubert Daubmeier möchte er fortsetzen. Daubmeier erhielt im Sportheim Beifall für seine Arbeit. Er bleibe noch Ansprechpartner für die laufende Dorferneuerung. Uwe Jakob, ein erklärter Brückengegner und Mitglied des „Bündnisses Auwald statt Asphalt“, erhielt nur elf Stimmen.
Die geheime Wahl unter Leitung von Oberbürgermeister Gerhard Schoder (Grüne) war eine relativ kurze Angelegenheit. Stadtteile ohne Stadtrat benötigten Ortssprecher, die die Probleme kennen und direkt im Stadtrat vertreten, so der OB. Die starke Bürgerbeteiligung habe die Messlatte für Bergen, Marienheim und Sehensand hoch gelegt. In Bergen wird am Montag, 15. Juni, im „Baringer Hof“ gewählt, in Marienheim am 22. Juni im Gemeindehaus und in Sehensand am 6. Juli im Schützenheim.
Das Projekt „Dorferneuerung“ ist nicht unumstritten in Joshofen
Die sogenannte Dorferneuerung bleibt auch heuer ein Thema in Joshofen. Das Projekt ist nicht ganz unumstritten und ist als Dauerbrenner erst 2025 so richtig gestartet. Nach dem Ausbau der Einbahnstraßen „Am Jurahang“ und „Am Gries“ wird derzeit die untere Donaustraße ausgebaut. Jetzt hat auch die Schotterung der behelfsmäßigen Zufahrt im Osten aus Richtung Bergheim begonnen. Sie soll in den Sommerferien die einzige Zufahrt nach Joshofen sein, wenn die Stadt die obere Ortszufahrt asphaltieren lässt. Das werde Ende August, Anfang September geschehen, so Tiefbauamtschef Thomas Stemmer.
Nur auf Umwegen oder zu Fuß kommt man derzeit durch die Ortsmitte von Joshofen. Die Sanierung der Donaustraße läuft als letzter Abschnitt der Dorferneuerung.Foto: Winfried Rein
Die Dorferneuerung Joshofen ist kein kleines Projekt. Träger ist das Amt für ländliche Entwicklung in Oberbayern. Es hat Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro errechnet. 680.000 Euro bezahlt die Stadt Neuburg, die andere Hälfte der Freistaat Bayern. Die Anlieger müssen nichts bezahlen, weil die bayerische Staatsregierung die Straßenausbaubeiträge 2018 abgeschafft hat. Besonders ins Zeug gelegt für die Ortserneuerung hatte sich die langjährige Kreis- und Stadträtin Elfriede Müller. Joshofen sei ihr ans Herz gewachsen, ein Stadtteil, der durch die Sanierung aufgewertet werde.
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