Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und weiteren Einsatzkräften war am Dienstagmittag aufgrund einer starken Rauchentwicklung an der Gustav-Mahler-Straße in Ingolstadt im Einsatz. Ursache war ein Brand in einem an die Tiefgarage angrenzenden Lagerraum, der aus bislang ungeklärter Ursache ausbrach. Das Feuer konnte durch die Einsatzkräfte zügig unter Kontrolle gebracht werden, teilt die Berufsfeuerwehr Ingolstadt mit.
Der entstandene Rauch breitete sich in der gesamten Tiefgarage aus. Insgesamt waren vier Zugänge zu den angrenzenden Gebäudekomplexen mit der Tiefgarage verbunden. In einem der Gebäude drang Rauch in den Treppenraum beziehungsweise das Gebäudeinnere ein, weshalb der betroffene Gebäudekomplex vorsorglich durch die Feuerwehr und viele Einsatzkräfte der Polizei geräumt werden musste. Zur Entrauchung der Tiefgarage wurde auch ein mobiler Großlüfter der Werkfeuerwehr von Audi eingesetzt.
Der Großeinsatz der Feuerwehr in Ingolstadt ist inzwischen beendet
Der Rettungsdienst sichtete insgesamt 21 betroffene Personen. Wie viele Personen verletzt wurden, ließ sich bislang nicht endgültig klären. Die Polizei geht von zwei bis drei Personen aus, die wegen einer Rauchvergiftung und Herzbeschwerden behandelt werden mussten. Die betroffenen Bewohner wurden während des Einsatzes durch 25 Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes in einem angeforderten Gelenkbus der Ingolstädter Verkehrsbetriebe betreut.
Insgesamt waren 69 Kräfte im Einsatz. Beteiligt waren die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte, Freiwillige Feuerwehr Etting, Freiwillige Feuerwehr Haunwöhr, Freiwillige Feuerwehr Hundszell und Freiwillige Feuerwehr Unsernherrn sowie die Werkfeuerwehr von Audi. Laut Polizei liegt der Sachschaden im Kellerabteil bei rund 25.000 Euro, der Schaden am Gebäude wegen des Rußes dürfte aber deutlich höher liegen.
Die Ermittler der Kriminalpolizei Ingolstadt gehen inzwischen von fahrlässiger Brandstiftung durch nicht ordnungsgemäßes Entsorgen von Kohle aus. (AZ)
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