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Ingolstadt
11.01.2022

In Ingolstadt arbeiten immer mehr Menschen in Gesundheitsberufen

Immer mehr Menschen in Ingolstadt arbeiten im Bereich Gesundheit und Soziales. Ganz anders sieht es in der Produktion aus: Dort ist die Zahl der Mitarbeitenden in der Stadt deutlich zurückgegangen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Wie viele Menschen arbeiten in Ingolstadt? Und in welchen Bereichen arbeiten sie? Fest steht: In der Produktion und in der Zeitarbeit werden es von Jahr zu Jahr weniger. Stattdessen wächst der Dienstleistungsbereich.

Der Höchststand liegt schon mehr als zwei Jahre zurück. Damals, im September 2019, waren genau 107.820 Menschen registriert, die in Ingolstadt sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. So viele sind es bislang nicht wieder geworden – und werden es vermutlich auch so bald nicht mehr werden. Denn viele jener Menschen sind 55 Jahre und älter und werden in absehbarer Zeit in Rente gehen. Das zeigt eine Statistik, die Ulrich Kraus vom zuständigen Amt jetzt vorgestellt hat. Und fraglich ist, ob all jene Stellen tatsächlich noch einmal nachbesetzt werden.

In Ingolstadt gibt es immer weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Für Juni vergangenen Jahres weist die Statistik 103.708 Beschäftigte in Ingolstadt aus. Im Vergleich zum Vorjahr waren das gut 750 weniger. Dieser leichte Rückgang lässt sich laut Kraus inzwischen als Trend festmachen, der seit einiger Zeit anhält und wohl auch weitergehen wird. Denn fast 18.700 von ihnen werden vermutlich in den kommenden zehn Jahren in Rente gehen. Aber auch Vorruhestandsprogramme – so bei Audi – mögen diesen Trend schon jetzt beeinflussen, so Kraus.

Der Anteil der Frauen bei den Beschäftigten in Ingolstadt nimmt zu

Doch in welchem Bereich sind die Zahlen seit 2015 besonders deutlich angestiegen – und wo zeigt sich ein starker Rückgang? Vor allen Dingen Frauen sind in Ingolstadt in den vergangenen Jahren deutlich häufiger in der Statistik aufgetaucht. Ihre Zahl liegt bei fast 40.000. Gleichzeitig nahm auch die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze überproportional zu, und zwar fast um 4400 innerhalb von sechs Jahren auf fast 22.000 im Juni des vergangenen Jahres. Das ist eine Steigerung um 25 Prozent. Im Gegenzug ist die Zahl der Vollzeitbeschäftigten leicht gesunken. Und noch etwas anderes zeigt die Statistik: Auf zwei Drittel aller neuen Arbeitsplätze arbeiten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

Immer weniger Menschen arbeiten in Ingolstadt in der Produktion

Was viele Jahre lang der Region ein stetiges Wachstum garantiert hatte, verliert immer mehr an Bedeutung für den Arbeitsmarkt. Zwar sind noch immer rund die Hälfte aller Beschäftigten in Ingolstadt im produzierenden Gewerbe tätig, doch deren Zahl sinkt. Im Juni 2021 waren es gut 53.000 Personen – was ein Minus von fast 1800 Beschäftigten innerhalb eines Jahres bedeutet.

Die Zeitarbeit in Ingolstadt verliert sehr viele Beschäftigte

Den größten Verlust an Arbeitsplätzen gibt es bei der Zeitarbeit. Innerhalb von sechs Jahren sind dort in Ingolstadt fast 4000 Beschäftigte weniger registriert worden, allein im vergangenen Jahr ging die Zahl um 421 zurück und liegt jetzt bei 2631. Kraus vermutet, dass einige der Beschäftigten in dieser Zeit inzwischen von einem Unternehmen fest übernommen worden ist.

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Mitten in der Pandemie zeigt sich allerdings auch, dass andere Branchen dagegen deutlich gewonnen haben. Profitiert hat insbesondere der Dienstleistungsbereich. So arbeiten im Bereich Gesundheit, Heime und Soziales gut 550 Menschen mehr als noch vor einem Jahr. Im Bereich der Kommunikation und Information liegt der Zuwachs bei fast 480 Mitarbeitenden. In Kindergärten und Schulen ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um fast 100 innerhalb eines Jahres angestiegen und liegt jetzt bei gut 2500.

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