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Kleinhohenried
09.05.2022

Am Haus im Moos kann man nun mehr über Bäume lernen

Karlskrons Bürgermeister Stefan Kumpf (l.) zückte sein Handy an der Klapptafel, um mittels QR-Code weitere Informationen zum Kulturapfel zu erhalten. Auch Landrat Peter von der Grün zeigte sich angetan vom neuen Baumlehrpfad, den Praktikantin Rebekka Wimmer (2.v.l.) und Projektbetreuerin Judit Tuschak angelegt haben.
Foto: Andrea Hammerl

Am Haus im Moos in Kleinhohenried ist ein neuer Baumlehrpfad eröffnet worden. Das steckt dahinter.

Ein Baumlehrpfad ergänzt jetzt das umweltpädagogische Angebot am Haus im Moos in Kleinhohenried. Ziel ist, die Kenntnisse der Bevölkerung über Baumarten zu vertiefen. Am Freitagnachmittag wurde der etwa 650 Meter lange Rundkurs offiziell eröffnet. Landrat Peter von der Grün, Judit Tuschak, Leiterin der Umweltbildung am Haus im Moos und Projektbetreuerin, sowie Michael Hafner vom Donaumoos-Zweckverband machten sich mit Praktikantin Rebekka Wimmer, die den Pfad konzipiert und umgesetzt hat, auf eine kleine Wanderung vorbei am Wisentgehege zum entferntesten Punkt des großen Moorerlebnispfades. Hier schließt sich der neue Baumlehrpfad an, auf dem 15 verschiedene Baumarten zu entdecken sind, vom Kulturapfel über Vogelbeere, Traubenkirsche, Stieleiche, Vogelkirsche, Schwarzerle, Spitzahorn, Flatterulme, Zitterpappel, Waldkiefer, Europäische Lärche, Purpurweide und die Gemeine Esche bis zum Schwarzen Holunder.

Neuer Baumlehrpfad am Haus im Moos in Kleinhohenried

Vor jedem dieser Bäume steht nun eine Klapptafel aus Holz, auf der außen die wesentlichen Merkmale des jeweiligen Baumes wie Blattform oder Samen abgebildet sind. Sie laden ein, die Baumart zu erraten, das Ergebnis ist – auf Deutsch und Latein – abzulesen, sobald die Klappe angehoben wird. „Wer mehr wissen will und gerne digital unterwegs ist, kann über den QR-Code noch mehr erfahren“, erklärte Rebekka Wimmer. Sie ist Studentin der Forstwissenschaft im sechsten Semester und hat am Haus im Moos ein Praktikum absolviert, in dessen Rahmen der Baumlehrpfad entstand. „Das Schwierigste war, mich auf 15 Bäume zu beschränken“, verriet die 21-Jährige, denn auf dem Grund, den der Donaumoos-Zweckverband dafür zur Verfügung gestellt hat, seien etwa 25 verschiedene Baumarten zu finden. Das reiche wohl nicht, meinte Hafner, denn es handele sich hier um eine Ersatzaufforstung, und an solche würden besondere logische Anforderungen gestellt. Daher seien es eher 30 oder mehr Bäume, und die Sträucher eingerechnet sogar circa 70 verschiedene Arten.

Die Projektkosten lagen mit rund 170 Euro für Material und 450 Euro für Personal erfreulich niedrig. „In der Natur kann man mit einfachen Mitteln viel erreichen, allein schon mit Holz und Ketten lässt sich ganz viel machen“, lobte Karlskrons Bürgermeister Stefan Kumpf die Arbeit der Praktikantin. Ganz andere Preise kennt er von den Außenanlagen der Kindergärten, wo viel Plastik und Metall verbaut wird.

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