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Kommentar: Ärger um das Sonnendeck hätte sich vermeiden lassen

Kommentar

Ärger um das Sonnendeck hätte sich vermeiden lassen

Claudia Stegmann
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    Das Sonnendeck in Neuburg wird an allen vier Wochenenden im Juli geöffnet haben.
    Das Sonnendeck in Neuburg wird an allen vier Wochenenden im Juli geöffnet haben. Foto: Claudia Stegmann

    Viel Lärm um nichts - so lässt sich der Ärger um das Sonnendeck in Neuburg am Ende zusammenfassen. Die Anwohner haben harte Geschütze aufgefahren, um sich gegen eine Veranstaltung zu wehren, die in ihrer Ausgestaltung auf reinen Mutmaßungen basierte. Zu viele Menschen auf zu engem Raum mit zu lauter Musik - so haben sie sich die Juli-Wochenenden vorgestellt. Dass nichts davon eingetroffen ist, dürfte so manchen Kritiker mutmaßlich genauso verwundert haben wie die Besucher, die sich die Aufregung um die völlig entspannte Veranstaltung nicht erklären konnten.

    Wie so oft lag das Missverständnis an einem Kommunikationsproblem. Was Stefan Lindenthal auf dem Parkhausdach vorhatte, wurde nicht proaktiv kommuniziert. Die Anwohner machen ihn als Veranstalter dafür verantwortlich, dass er – überspitzt formuliert – nicht an jeder Haustüre im Umfeld des Parkhauses klingelte und sein Vorhaben erklärte. Hätte er das tun müssen? Nein, denn seine Instanzen sind die Stadt und die Stadtwerke, die die Veranstaltung genehmigen müssen.

    Veranstaltungen in Neuburg wie das Sonnendeck öffentlich besprechen

    Viel verwunderlicher ist es, warum Veranstaltungen, die mitten in Neuburg stattfinden, nicht öffentlich in den politischen Gremien besprochen werden. Was hat es für einen Grund, dies hinter verschlossenen Türen zu tun? Selbst wenn Geheimhaltungsgründe vorliegen, müsste doch zumindest das Ergebnis öffentlich bekannt gegeben werden. Über die mediale Berichterstattung wäre das Thema dann deutlich früher an die Öffentlichkeit gekommen, Befürchtungen hätten zeitnah ausgeräumt werden können. Für Aufklärung und Deeskalation hätten in diesem Stadium aber auch jene Stadträte sorgen können, die auf das Thema angesprochen wurden. Warum sie ihren kurzen Draht zur Verwaltung nicht genutzt haben, bleibt ein Rätsel.

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