Großer Erfolg für Ilka Schade. Die Schülerin der 13. Klasse im Ausbildungszweig Gesundheit an der FOSBOS Neuburg hat erfolgreich am Landeswettbewerb Bayern von Jugend forscht bei Rohde & Schwarz in München teilgenommen. Zuvor hatte sie bereits den ersten Preis beim Regionalwettbewerb in Ingolstadt gewonnen und sich damit als zweite Schülerin der FOSBOS Neuburg für den Landeswettbewerb qualifiziert. Das teilt die Schule mit.
Ilka Schade hat sich mit der Kompostierung von Kunststoffen beschäftigt
Im Zentrum ihrer Arbeit, die von Cornelia Euringer-Klose betreut wurde, stand die Untersuchung der Zersetzungsgeschwindigkeit sowie der entstehenden Gasprodukte zweier biologisch abbaubarer Kunststoffe unter Kompostbedingungen. Ziel war es, die tatsächliche Nachhaltigkeit dieser Materialien kritisch zu bewerten. Dafür entwickelte sie eine geschlossene Kompostapparatur. In den Versuchen wurden Kompost und Biomasse mit entweder einer biologisch abbaubaren Handyhülle oder einem kompostierbaren Biomüllbeutel kombiniert. Über mehrere Monate analysierte sie die entstehenden Gase mittels Gaschromatographie unter aeroben und anaeroben Bedingungen. Ergänzend führte sie Massenbestimmungen und mikroskopische Untersuchungen durch.
Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede: Der Biomüllbeutel zersetzte sich nahezu vollständig, während bei der Handyhülle Rückstände blieben. In beiden Fällen entstanden erhebliche Mengen an Kohlenstoffdioxid und Methan. Besonders Methan ist klimapolitisch relevant, da es ein deutlich höheres Treibhauspotenzial als Kohlenstoffdioxid besitzt. Die Arbeit zeigt, dass biologisch abbaubare Kunststoffe zwar abgebaut werden, ihre Klimawirkung jedoch stark von den Kompostbedingungen abhängt und kritisch zu betrachten ist.
Ilka Schade von der FOSBOS Neuburg erhält ein Forschungspraktikum
Die Jury würdigte die Arbeit nicht nur fachlich, sondern zeichnete Ilka Schade zusätzlich mit einem zweiwöchigen Forschungspraktikum am Helmholtz-Zentrum in Leipzig aus. Dort kann sie ihre Kenntnisse vertiefen und praktische Forschungserfahrung sammeln. Für die Schülerin ist dies auch im Hinblick auf ihr geplantes Biochemie-Studium von großer Bedeutung.
Auch die Schulleitung zeigte sich erfreut über den Erfolg. Martina Wenzel von der Schulleitung hob die hohe Qualität des naturwissenschaftlichen Bereichs hervor und betonte das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Der Wettbewerbserfolg unterstreiche die Leistungsbereitschaft an der FOSBOS Neuburg und das hohe Niveau der dort umgesetzten Forschungsprojekte, heißt es in einer Pressemitteilung. (AZ)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren