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Langjährige Lehrerin Eva Hackenberg geht in den Ruhestand – Ein Rückblick auf 43 Jahre besonderes Engagement

Rennertshofen

Nach 43 Jahren: Eva Hackenberg verabschiedet sich von der Schule in Rennertshofen

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    Nun ist ein Stern nach ihr benannt. Iris Plichta (li.), Schuldirektorin in Rennertshofen übergab Eva Hackenberg ihr Sternen-Zertifikat. Mit dabei, Gerhard Reichl, der die Schulkapelle leitet.
    Nun ist ein Stern nach ihr benannt. Iris Plichta (li.), Schuldirektorin in Rennertshofen übergab Eva Hackenberg ihr Sternen-Zertifikat. Mit dabei, Gerhard Reichl, der die Schulkapelle leitet. Foto: Manfred Dittenhofer

    Am Ende musste Eva Hackenberg ein ganzes Jahr nachsitzen. Denn eigentlich sollte die Lehrerin an der Rennertshofener Schule bereits im vergangenen Jahr in den wohl verdienten Ruhestand gehen. Aber durch den akuten Lehrermangel wurde die Bertoldsheimerin noch gebraucht und hat um ein Jahr verlängert. Vergangene Woche wurde sie aus ihrer Schule in Rennertshofen verabschiedet.

    Lehrermangel in Bayern: Warum Eva Hackenberg ein Jahr länger unterrichtete

    43 Jahre lang war Eva Hackenberg Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung, kurz EG. Früher hieß das Fach Handarbeit und Hauswirtschaftslehre. Von diesen 43 Jahren war sie stolze 42 Jahre an der Schule in Rennertshofen im Einsatz, 12 Jahre davon pendelte sie einmal die Woche an die Schule nach Burgheim. Das nennt man heimatnah versetzt, denn Eva Hackenberg ist in Bertoldsheim geboren, dort aufgewachsen und war in vielen Vereinen aktiv.

    Die Schule war ihr Leben. „Ich habe wirklich meine Leidenschaft und meine Hobbys zu meinem Beruf, ja zu meiner Berufung gemacht“, schwärmt die 65-Jährige. Ihre Leidenschaft ist das Töpfern, das sie auch den Kindern immer wieder nah gebracht hat. „Ich habe ihnen die Angst vor Fehlern genommen, indem ich ihnen versichert habe, dass man alles reparieren kann.“ Hackenberg hat mit ihrer eigenen Kreativität die Kinder an das Handwerk herangeführt. Sie liebt es auch, mit Holz zu arbeiten – ihre zweite Leidenschaft, wie sie sagt.

    So kennen viele Schülergenerationen Eva Hackenberg – bewaffnet mit Akkuschrauber und Heißklebepistole.
    So kennen viele Schülergenerationen Eva Hackenberg – bewaffnet mit Akkuschrauber und Heißklebepistole. Foto: Manfred Dittenhofer

    Töpfern, Holz und Disney: – Wie Eva Hackenberg Kinder für Handwerk begeisterte

    Ihr Haus zieren viele Töpferarbeiten, die sie gerne einmal ausstellen möchte. Verschiedene Arbeiten hatte sie oft mit im Unterricht dabei und immer eine Geschichte dazu parat, um die Kinder für ein Projekt zu begeistern. Als Anregung für die Gestaltung einer Muschelschale aus Ton brachte Eva Hackenberg „Ariel, die Meerjungfrau“, aus Ton modelliert, sitzend in einer Muschel, mit in die Schule. „Die Kinder waren mit Begeisterung bei der Sache.“ Was man wissen muss: Eine weitere Passion der Bertoldsheimerin sind Disney-Filme. Die 65-Jähre lebt ihre Kreativität in der Umsetzung von Werkgegenständen aus. Sie hat immer wieder besondere Projekte ins Leben gerufen. So war sie auch leidenschaftliche Mitgestalterin des witzigen Lehrerchores.

    Vor allem das positive Feedback von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern hat Hackenberg immer gefreut. „Ich bekam immer wieder kurze Briefe, Bilder oder kleine Bastelarbeiten. Und da mich jeder kennt, haben mich Eltern auch oft angesprochen.“ Eva Hackenberg hat ein großes Herz und es freut sie, wenn Kinder sie grüßen oder Eltern erzählen, wie wohl ihre Kinder sich bei ihr gefühlt haben.

    Eva Hackenberg hört an der Rennertshofer Schule auf
    Eva Hackenberg hört an der Rennertshofer Schule auf Foto: Manfred Dittenhofer

    Mit Tränen und Plänen: – Abschied und Aufbruch in den Ruhestand

    Nach über 40 Jahren ist nun Schluss. Aber obwohl Eva Hackenberg die Kinder, die Kolleginnen und die Atmosphäre in der Schule vermissen wird, geht sie doch mit einem großen lachenden und mit nur einem kleinen weinenden Auge in den Ruhestand. „Ich habe so viel vor.“ Ihr Haus hat sie erst vor kurzem umgestaltet. Nun muss ein Stadl abgerissen werden und ihre Werkstatt auf Vordermann gebracht werden. Jede Menge zu tun. Und mehr reisen will Hackenberg zudem. „Ich denke dabei gar nicht an lange Fernreisen. Es gibt in Deutschland so viel zu sehen und das kann man auch mal mit dem Rad erkunden.“

    Bei ihrer Abschiedsfeier, die ihr das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler und die Bläserklasse der Schule unter Leitung von Gerhard Reichl bereitet haben, floss die eine oder andere Träne. „Ich bin sehr emotional und konnte bei der Verabschiedung gar nicht viel sagen.“

    Schuldirektorin Iris Plichta dagegen spricht sehr gerne über ihre ehemalige EG-Lehrerin. „Wir haben ihr großes Engagement für die Schule, das Kollegium und vor allem für ihre Schüler sehr geschätzt. Jedes Jahr konnten ihre Klassen mit kreativen und wunderschön getöpferten Werkstücken nach Hause gehen. Für ihre Pension wünschen wir ihr das Allerbeste.“

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