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Neuburg-Bittenbrunn
03.01.2022

Geflügelpest im Landkreis: toter Schwan bei Bittenbrunn entdeckt

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist ein Schwan am Geflügelpest-Virus verendet.
Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Geflügelpest hat den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erreicht. Was Geflügelhalter und Bürger jetzt wissen sollten.

Ein toter Schwan ist am 23. Dezember mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks aus dem Stausee Bittenbrunn geborgen worden. Die vom Veterinäramt veranlasste Untersuchung ergab einen positiven Befund auf das Virus der Geflügelpest. Das teilt das Landratsamt mit. Vom Nationalen Referenzlabor wurde der Subtyp H5N1 nun bestätigt, der seit Mitte Oktober 2021 vermehrt zu Ausbrüchen bei Wildvögeln wie Wildgänsen, Wildenten, Möwen und Greifvögeln, aber auch in Geflügelbeständen geführt hat.

Aufgrund der Fallzahlen ist davon auszugehen, dass das Virus in Deutschland flächendeckend bei wildlebendem Wassergeflügel anzutreffen ist und nun auch den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erreicht hat. Eine weitere Ausbreitung der Infektion in der bayerischen Wildvogelpopulation wird angenommen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wie auch das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sehen in ihren Risikoeinschätzungen insbesondere die Bereiche um und an Gewässern, an denen wildlebendes Wassergeflügel vorzufinden ist, als besonders gefährdet an. Das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen hat bereits verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Geflügelbestände angeordnet. Diese regelt unter anderem das Fütterungsverbot von Wildvögeln (Singvögel sind ausgenommen), das Verbot von Geflügelschauen sowie Testpflichten und Zugangsregelungen zu Gehegen. Geflügelhalter werden dringend gebeten, die Maßnahmen einzuhalten und direkten wie indirekten Kontakt ihres Geflügels zu Wildvögeln zu unterbinden.

Die Geflügelpest stellt eine durch Viren hervorgerufene Tierseuche dar und betrifft sowohl wildlebende Vögel als auch Hühner, Puten, Gänse, Enten etc., die in landwirtschaftlichen Betrieben oder auch in Hobby-Beständen gehalten werden. Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen in Deutschland ist bislang nicht bekannt geworden.

Tote oder kranke Tiere sollten aber trotzdem nicht berührt werden. Das Veterinäramt bittet entsprechende Funde unter der Telefonnummer 08431/57-288 oder über die Polizeidienststellen zu melden. Singvögel und Tauben spielten nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft als Überträger des Vogelgrippevirus keine Rolle. (nr)

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