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Neuburg: Blaue Schuhe als Zeichen für nachhaltiges Handeln an Schulen

Neuburg

Blaues Fußabdruck-Netzwerk: Schüler in Neuburg setzen ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit

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    Sechs Neuburger Schulen haben sich an der Aktion "Blue Demonstration" beteiligt. An der Ostendschule legten sich die Kinder auf dem Pausenhof in den Kreis - als Sinnbild für eine nachhaltigere Erde.
    Sechs Neuburger Schulen haben sich an der Aktion "Blue Demonstration" beteiligt. An der Ostendschule legten sich die Kinder auf dem Pausenhof in den Kreis - als Sinnbild für eine nachhaltigere Erde. Foto: Ostendschule

    Mit blauen Schuhen setzen Schülerinnen und Schüler aus sechs Neuburger Schulen ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und Verantwortung. Die Aktion ist Teil eines Netzwerks, das es in dieser Form in Bayern bislang nicht gibt, so die Initiatoren.

    Während es vielerorts einzelne schulische Nachhaltigkeitsprojekte gibt, zeichnet sich dieses Netzwerk dadurch aus, dass hier erstmals alle Schularten einer Stadt – von den Grundschulen über Realschulen und Gymnasien bis hin zur FOSBOS – dauerhaft und strukturiert in einem gemeinsamen Prozess zusammenarbeiten. „Diese breite, institutionalisierte und schulübergreifende Vernetzung ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal innerhalb Bayerns und steht für gelebte Nachhaltigkeit“, heißt es aus den Schulen.

    Ein aktuelles Beispiel für die gemeinsame Arbeit ist das „Blue Demonstration“-Projekt. Im Rahmen dieser Aktion setzten die Schülerinnen und Schüler von sechs Neuburger Schulen mit ihren blauen Schuhen ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit und Verantwortung. Die blauen Schuhe stehen sinnbildlich für den ökologischen Fußabdruck des Menschen auf der Erde – also für die Spuren, die jeder durch Konsum, Verhalten und Lebensstil hinterlässt. Die Farbe Blau verweist dabei zugleich auf den „blauen Planeten“ Erde und damit auf die globale Verantwortung für Umwelt und Klima. Zugleich steht das Symbol auch für Hoffnung: für die Möglichkeit, durch bewusstes Handeln positive Veränderungen anzustoßen.

    Mit aufgestapelten blauen Schuhen wurde gezeigt, wie groß ein Kind ist. Die Aktion richtete sich an die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.
    Mit aufgestapelten blauen Schuhen wurde gezeigt, wie groß ein Kind ist. Die Aktion richtete sich an die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Foto: Schwalbangerschule

    Ziel des Projekts war es, darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig nachhaltiges Handeln, bewusster Konsum und der Schutz unserer Umwelt für unsere Zukunft sind. Dabei wurde deutlich, dass jeder noch so kleine Schritt zählt und in der Summe einen wichtigen Beitrag leisten kann. Das Projekt verbindet Kreativität mit einer starken Botschaft und zeigt, dass auch kleine Zeichen große Wirkung haben können.

    Projekt an den Grundschulen: Wie kommst du zur Schule?

    Diese Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der GS Neuburg im Englischen Garten, der Grundschule Am Schwalbanger und der Grundschule Neuburg Ost gemeinsam und nahmen damit am Projekt teil. Ziel war es, den Schulweg ohne Elterntaxis - zu Fuß, mit Roller, Fahrrad oder Schulbus zurückzulegen. Eifrig wurden Gründe gesammelt, weshalb dies gut für das Weltklima, für die Gemeinschaft und auch für die eigene Gesundheit ist.

    In der Grundschule im Englischen Garten ging es um die Frage: Wie umweltfreundlich kommst du in die Schule?
    In der Grundschule im Englischen Garten ging es um die Frage: Wie umweltfreundlich kommst du in die Schule? Foto: GS im Englischen Garten

    An der GS Neuburg im Englischen Garten legten die Kinder demonstrativ eine Fußspur aus blauen Schuhen über den Schulhof zum Eingang der Schule. An der Grundschule Am Schwalbanger wurden an den Stellen, an denen häufig „Elterntaxis“ halten, auffällige Schuhtürmen aufgestapelt. Diese hatten die exakte Höhe eines Schulkindes – und zeigen, wie leicht sie im Verkehr übersehen werden können. An der Grundschule Neuburg Ost legten Schülerinnen und Schüler ihre blauen Schuhe in Form eines großen Kreises aus, der die Erdkugel darstellen sollte. In der Mitte entstand die Botschaft „We are the world“, die verdeutlicht, dass wir alle gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt tragen.

    Projekt an der den weiterführenden Schule: Saubere Meere, Elterntaxis und Biodiversität und

    Die Maria-Ward-Realschule veranstaltete einen Aktionstag. Ganz im Sinne von Blue Demonstration zeigten blaue Schuhe den Weg zu den zahlreichen Mitmachaktionen. Thematisch spannte sich der Bogen von Meeresplastik, Mülltrennung und Recycling über Resteverwertung bei der Zubereitung von Mahlzeiten, Upcycling bis hin zum gefahrenfreien Schulweg.

    Am Descartes-Gymnasium wurde ein Blue Circle im Pausenhof nachgezeichnet.
    Am Descartes-Gymnasium wurde ein Blue Circle im Pausenhof nachgezeichnet. Foto: Descartes-Gymnasium

    Die Blue Demonstration am Descartes-Gymnasium widmete sich zwei Schwerpunkten. Mit einem Blue Circle (=Kreis aus blauen Schuhen) auf dem Pausenhof wurde auf den „Tag der Biodiversität“ hingewiesen. Die Schüler konnten an einem Quiz mit Fragen zur Biodiversität teilnehmen. Zeitgleich wurde ein Elternbrief mit Tipps und Anleitungen für mehr Biodiversität im eigenen Garten oder auf dem Balkon verschickt. Vor und nach dem Unterricht führten Schülerinnen und Schüler vor der Schule eine kurze Umfrage bei Eltern durch, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen bzw. abholen. Dabei ging es darum herauszufinden, weshalb Eltern dies überhaupt tun und was sich ändern müsste, damit Sie Ihre Kinder selbständig ihren Schulweg zurücklegen lassen.

    Sechs Neuburger Schulen haben sich an der Aktion "Blue Demonstration" beteiligt.
    Sechs Neuburger Schulen haben sich an der Aktion "Blue Demonstration" beteiligt. Foto: Schule

    Mit einer Vielzahl kreativer Aktionen hat die FOSBOS im Rahmen des Earth Day und der „Blue Demonstration“ auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere das Problem von Plastikmüll in den Ozeanen und dessen weitreichende Folgen für das marine Ökosystem. Ein besonderes Highlight waren 15 selbst produzierte Videos, in denen die Jugendlichen verschiedene Aspekte des Themas kreativ aufbereiteten. (AZ)

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