Newsticker
RKI: 140.160 neue Corona-Ansteckungen, 170 Todesfälle – Inzidenz steigt auf 706,3
  1. Startseite
  2. Neuburg
  3. Neuburg: Doppelmord in Oberfranken: Ehemaliger Neuburger Arzt offenbar erstochen

Neuburg
11.01.2022

Doppelmord in Oberfranken: Ehemaliger Neuburger Arzt offenbar erstochen

Ein ehemaliger Kinderarzt aus Neuburg ist offenbar erstochen worden.
Foto: Alexander Kaya (Symbol)

Ein 18-Jähriger soll in Oberfranken die Eltern seiner Freundin erstochen haben. Unter den Opfern befindet sich offenbar ein Kinderarzt, der auch in Neuburg gearbeitet hat.

Ein 18-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, weil er in Oberfranken die Eltern seiner Freundin erstochen haben soll. Sein Motiv sei unklar, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der getötete 51-Jährige ist nach Recherchen unserer Redaktion ein Arzt, der vor mehreren Jahren unter anderem an Kinderkliniken in Augsburg und Neuburg gearbeitet hat. An der Kinderklinik der Kliniken St. Elisabeth in Neuburg war der Mediziner von 2001 bis 2003 tätig.

Das in Oberfranken getötete Ehepaar ist bei der Tat offenbar im Schlaf überrascht worden. "Wir gehen davon aus, dass die beiden im Schlaf angegriffen wurden", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Zuvor hatten Zeitungen der HCSB-Verlagsgruppe und Der Neue Tag darüber berichtet. Der tatverdächtige 18-Jährige war wegen des Verdachts des Mordes in zwei Fällen in Untersuchungshaft gekommen. "Wir gehen von einem alleinhandelnden Tatverdächtigen aus", sagte der Polizeisprecher am Dienstag.

Doppelmord in Oberfranken: Unter den Opfern ist ein Arzt, der in Neuburg gearbeitet hat

Der junge Mann soll die 47-jährige Frau und ihren 51-jährigen Ehemann in der Nacht zum Sonntag in ihrem Einfamilienhaus in Mistelbach bei Bayreuth getötet haben. Laut den Ermittlern war der Deutsche der Freund der ältesten Tochter des Paares und verbrachte deshalb die Nacht in dem Haus. Die insgesamt vier minderjährigen Kinder der Ärztin und des Kinderarztes waren laut den Ermittlern während der Tat daheim.

Beide Opfer hatten Stichverletzungen, die Ermittler gehen von einem "Stichwerkzeug" als Tatwaffe aus. Im Haus seien verschiedene Messer sichergestellt worden, Spuren würden noch ausgewertet, sagte der Sprecher am Dienstag. Der 18-Jährige hatte sich wenige Stunden nach der Tat gestellt. Zu Motiv und Hintergründen der Tat hielten sich Polizei und Staatsanwaltschaft auch am Dienstag bedeckt. (AZ, dpa)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.