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Neuburg
08.01.2022

Faschings-Dreigestirn: Burgfunken bringen rheinische Tradition nach Neuburg

Das erste Dreigestirn der Neuburger Burgfunken für den Corona-Fasching 2022: (von links) „Jungfrau“ Fabian Langner, „Prinz“ Alexander Mayer und „Bauer“ Niklas Karmann.
Foto: Holger Meilinger/Burgfunken

Die Neuburger Burgfunken haben sich für die zweite Corona-Saison etwas Besonderes einfallen lassen. Im Fasching 2022 wird es ein Dreigestirn geben, angelehnt an den rheinländischen Karneval.

Am heutigen Samstag, 8. Januar, sollte eigentlich der Eröffnungsball für den Fasching 2022 im Kolpinghaus stattfinden. Wegen Corona musste er zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden. Trotz der Entscheidung, keine Prinzenpaare einzusetzen, wollten die Burgfunken im 67. Vereinsjahr und nach der kompletten Absage für die Veranstaltungen in 2021 aber etwas Besonderes zeigen und trotz aller Umstände ein weiteres Highlight neben den beiden Tanzprogrammen des großen und kleinen Hofstaats setzen, teilen die Burgfunken mit.

Aufgrund der Umstände und als Idee für eine etwas andere Faschingssaison hat sich die Vorstandschaft dazu entschlossen, die Ballgäste mit einem Dreigestirn, angelehnt an den rheinländischen Karneval, zu überraschen. Die Vereinsführung wollte das Dreigestirn nicht als Regenten, aber als besondere Repräsentanten und für die vereinseigenen Veranstaltungen mit einbringen. Das Dreigestirn sollte aber nicht, so wie etwa in Köln, die Regentschaft übernehmen, aber nach einer kompletten Absage im Fasching 2021 und den schwierigen Planungen für eine neue Saison wollten die Burgfunken ein Zeichen der besonderen Art setzen. Die Idee kam im Sommer 2020 sofort bei der Vereinsführung sehr gut an. Der Ex-Prinz der Burgfunken aus 2002, Alexander Mayer, der aktuell als Leitung Männergarde der Vorstandschaft angehört, hat sich sofort bereit erklärt, dieses Dreigestirn zu organisieren. Fabian Langner und Niklas Karmann, bisher Tänzer in der Männergarde, wurden ebenso gefragt, so stand die Besetzung des „Dreigestirns“ schnell fest.

Burgfunken: Ein Dreigestirn für den Neuburger Fasching

Aber mit der Besetzung der Posten kam auch die Frage der benötigten Kostüme auf. Eine geschneiderte Anschaffung für drei Kostüme für eine Saison wäre zu kostspielig. Burgfunken-Schriftführerin Steffi Ihm machte sich schlau, wo und wie man sich die besonderen Kostüme anschaffen kann. Nach einigen Telefonaten machten sich Alexander Mayer, Niklas Karmann und Fabian Langner samt Burgfunkenchef Harry Zitzelsberger auf den Weg nach Schleiden in der Eifel (Nordrhein-Westfalen). Die Tagesfahrt mit rund 1200 Kilometern nahm man für diese einmalige Aktion sehr gerne auf sich, heißt es. Die Neuburger Narren trauten ihre Augen nicht, als sie in den Räumen des Kostümverleihes die überwältigende Anzahl an Kostümen rund um den rheinischen Karneval sahen. Die Kostümfrage für das Dreigestirn war geklärt.

Der Prinz, der Bauer und die Jungfrau, die zusammen das Dreigestirn bilden, sind die Repräsentanten über das närrische Volk und ein Aushängeschild der Burgfunken während des Neuburger Faschings 2022 – in einem Jahr ohne Prinzenpaar. Dreigestirn (von „drei Sterne“) ist die rheinländische Bezeichnung für Repräsentanten des Karnevals, wie etwa das Kölner Dreigestirn. Es handelt sich um eine Gruppe von drei hervorgehobenen Objekten, Personen oder Symbolfiguren des rheinischen Karnevals.

Der Prinz im Dreigestirn wird verkörpert durch Alexander Mayer. Der Prinz oder Held ist seit 1823 die wichtigste Figur im Dreigestirn. Er hätte auch die Aufgabe, (in Neuburg neben den Hofmarschall) das närrische Volk zu begrüßen. Der Bauer wird verkörpert durch Niklas Karmann. Der Bauer kann als „Seine Deftigkeit“ angesprochen werden. Er symbolisiert die Wehrhaftigkeit und hat die Fähigkeit, gegnerische Angriffe im Fasching zu verhindern und zurückzuschlagen. Seinen Dreschflegel hat er immer dabei. Die Jungfrau wird verkörpert durch Fabian Langner. „Ihre Lieblichkeit“ wird als beschützende Mutter Colonia im Dreigestirn immer von einem Mann dargestellt, da der Karneval oder Fasching früher eine reine Männergesellschaft war.

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Der neue Hofmarschall der Burgfunken, Nico Zitzelsberger, der 2021 wegen der Saisonabsage nicht in seine Funktion schlüpfen konnte, würde in dieser Saison schon einmal vorbereitet in den Startlöchern stehen. Wie und ob man ihn in dieser Saison noch erleben kann, wird sich die nächsten Wochen zeigen. Aber auf alle Fälle hätte der Hofmarschall dieses Jahr neben dem Dreigestirn die Burgfunken angekündigt und den Hofstaat am Mikro präsentiert.

So wie 2021, als man sich für einen Gemeinschaftsorden mit zwölf befreundeten Faschingsgesellschaften entschieden hatte, so hat man sich für dieses Jahr wieder für einen vereinseigenen Faschingsorden entschieden. Da keine Prinzenpaare geplant waren, hat man den Orden neutral gehalten. Die Idee für einen Entwurf kam von Schatzmeisterin Candan Meilinger. Da man sprichwörtlich in der Pandemie wieder „bei null anfängt“, fiel die Wahl auf einen traditionellen Faschingsorden, so wie in den Anfangsjahren der Burgfunken, ganz im Zeichen der Neuburger Stadtfarben, die auch die Vereinsfarben darstellen.

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Auch im Fasching 2022 verteilen die Neuburger Burgfunken Orden

Wie, wann und wo das Dreigestirn samt Hofmarschall das beliebte Blecherl an die aktiven Mitglieder, Ritter von der Hutzeldörre, Gönner und Sponsoren, Vertragspartner, Veranstalter und Freunde der Burgfunken überreichen können, werden die nächsten Wochen zeigen. Aber auch in der nicht planbaren Zeit wird sich die Vorstandschaft etwas einfallen lassen, um die 500 Orden für den Fasching 2022 an die Ordensträger zu übergeben, heißt es. Ebenso steht dieses Jahr eine große Ordensverleihung der Föderation Europäischer Narren für langjährige aktive Mitglieder an, auch hierzu ist bislang vieles unklar. Ebenso stehen die Garden und Tänzer des kleinen und großen Hofstaates mit ihren einstudierten Tänzen in den Startlöchern, aber auch hier ist unklar, wann und ob überhaupt die Gruppe ihre Tänze zeigen kann. (nr)

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