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Neuburg-Schrobenhausen
07.01.2022

In der Region 10 soll kein Krankenhaus dem anderen Konkurrenz machen

Der Verkauf der Neuburger Kliniken könnte die Krankenhaus-Landschaft in der Region verändern.
Foto: Bernhard Mahler

Die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und Pfaffenhofen sowie die Stadt Ingolstadt überlegen, wie eine überregionale Zusammenarbeit aussehen könnte. Ziel: Keine Konkurrenz untereinander.

Nach ersten konstruktiven Gesprächen im vergangenen Jahr wollen die Landräte der Region 10 zusammen mit dem Ingolstädter Oberbürgermeister die Gestaltung der zukünftigen Gesundheitsversorgung vorantreiben. Hierzu zählen neben den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und Pfaffenhofen auch die Stadt Ingolstadt.

Landrat Alexander Anetsberger, in dessen Landkreis Eichstätt die Überlegungen zur Neuausrichtung schon am längsten diskutiert werden, zeigte sich zufrieden insbesondere über den letzten Austausch mit seinen Kollegen am 15. Dezember: „Nachdem wir im Herbst 2020 bei uns im Landkreis Eichstätt die Agenda 2030 initiiert haben, ist uns schnell klar geworden, dass wir über unsere Landkreisgrenzen hinausdenken müssen. Es ist gut zu wissen, dass meine Kollegen ebenfalls von der Wichtigkeit eines überregionalen Vorgehens überzeugt sind.“

Derzeit prüfen die vier Gebietskörperschaften, wie und in welchem Umfang mögliche Kooperationen untereinander denkbar sind. Dazu ist zunächst die Abstimmung mit den politischen Gremien erforderlich. Anschließend sind unter dem Arbeitstitel „Initiative Gesunde Zukunft Region 10“ weitere Gespräche geplant, um das konkrete Vorgehen und potenzielle Modelle intensiver zu erörtern. Bis dahin sollen auch offene Fragen, wie etwa der Verkauf der Neuburger Klinik geklärt sein. „Wir alle sind mit denselben großen Herausforderungen im Gesundheitswesen konfrontiert: Zunehmender Fachkräftemangel, medizinische Qualitätsvorgaben, zunehmende Ambulantisierung, geändertes Patientenverhalten und politische Strukturvorgaben stellen uns vor große Aufgaben. Alle sind sich einig, dass sich diese am erfolgreichsten zusammen lösen lassen“, so Landrat von der Grün.

Landräte und Ingolstadts OB wollen eine Kooperation bei der Gesundheitsversorgung in der Region 10

Grundsätzlich müsse auf Dauer vor allem eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Gesundheits- und Notfallversorgung in der Region sichergestellt sein. Momentan stünden die Kliniken der Landkreise und der Stadt Ingolstadt vielfach in einem Wettbewerb um Patienten und Fachkräfte. Ziel sei es, genau das zum Wohle der Menschen in der Region zu ändern. „Die Gespräche haben eine Win-Win-Konstellation zum Ziel. Es geht um ein effektives Gesundheitsnetzwerk, das alle Menschen in der Region auch zukünftig bestmöglich versorgt. Aus meiner Sicht ist daher klar: Die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Region 10 gelingt vor allem gemeinsam“, betont Oberbürgermeister Scharpf.

Und sein Kollege Gürtner ergänzt, dass die Überlegungen nicht an den Grenzen der Region 10 enden: „Wir haben bereits 2020 ein medizinisches Zukunftskonzept für unsere beiden Kliniken in Pfaffenhofen und Mainburg mit unseren Partnern aus dem Landkreis Kelheim auf den Weg gebracht. Nun gilt es weitere Schritte zu einer regionalen Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen.“ Die Eckpfeiler dazu sollen in Pfaffenhofen im Aufsichtsrat der Ilmtalklinik GmbH und den Kreisgremien diskutiert werden. Mit einem dann abgestimmten Vorschlag werde sich der Landkreis Pfaffenhofen einem gemeinsamen Weg nicht verschließen.“ (nr)

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