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Neuburg
11.05.2022

Vorlesetag in Neuburg: Die ganze Welt des Lesens

Auch Sepp Egerer las beim Vorlesetag an der Maria-Ward-Schule in Neuburg.
Foto: Heribert Kaiser

Im Rahmen eines Vorlesetags präsentieren lokale Bekanntheiten Bücher an der Maria-Ward-Schule in Neuburg.

„Meine lieben Schülerinnen, heute lese ich euch aus dem Buch ‚Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch’ von Michael Ende vor.“ So manche Fünftklässlerin mag bei den Worten ihrer Lehrerin Marion Baierl einen Knoten im Kopf bekommen haben ob des unaussprechlichen Titels. Es war ein Beispiel dafür, wie unaussprechlich vielseitig Lesen ist.

An der Maria-Ward-Schule in Neuburg gab es einen Vorlesetag

In der Praxis erfahren durften dies die Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Schule an ihrem Vorlesetag: lustig und fantasievoll wie im „Wunschpunsch“ oder spannend und geheimnisumwittert wie bei den „Drei !!!“, welches Hedwig Eser von der Bücherstube vorstellte und gleich als Spende für die Schülerbücherei daließ. Zudem erklärte sie den Mädchen, wie ein Buch entsteht, bevor es bei ihr im Geschäft verkauft werden kann.

Für die Lesefaulen unter den Schülerinnen und Schülern brachte der Neuburger Schauspieler und Theaterpädagoge Sepp Egerer sein „Auf nach Narretanien!“ mit, stellte aber ebenso die Frage, wie wir leben würden, wenn morgen unser letzter Tag wäre (Sebastian Fitzek: Der erste letzte Tag. Kein Thriller), oder die danach, welche Bedeutung Lehrer für den Lernerfolg ihrer Schüler haben (Richard David Precht: Anna, die Schule und der liebe Gott).

Landrat Peter von der Grün las aus dem Tagebuch der Anne Frank

Betroffenheit erzeugte hingegen das „Tagebuch der Anne Frank“, das Landrat Peter von der Grün mitgebracht hatte. Die Neuntklässlerinnen konnten sich gut in die lebensbedrohliche Situation einer Flüchtlingsfamilie hineinversetzen und zeigten großes Mitgefühl für sie.

Die Autobiografie eines ebenso mutigen Mädchens, nämlich Malala Yousafzai, stellte die zukünftige Schulleiterin Petra Schiele vor. Ganz im Sinne von Maria Ward handle diese junge Frau, die sich bis heute für die Bildung von Frauen einsetze und dafür sogar ihr Leben riskiert habe.

„Denkt mit!“, forderte schließlich Neuburgs jüngste Stadträtin Nina Vogel die Zehntklässlerinnen mit Harald Lesch und Klaus Kamp-hausen auf. Sich darauf zu konzentrieren, was wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, helfe in Krisenzeiten ganz besonders und sei die Basis für sachliche Diskussionen.

Die Vielfältigkeit der mitgebrachten Bücher zeigte, vor allem eins: Lesen bildet kognitiv, emotional, sozial, persönlich – und ist immer eine unaussprechliche Bereicherung. (nr)

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