Die Neuburger Firma Metallbau Fischer hat Insolvenz angemeldet.Foto: Andreas Zidar
Die Lage im Baugewerbe ist ernst, allgemein steckt die deutsche Wirtschaft in der Krise. Diese Rahmenbedingungen haben eine Neuburger Firma in Schwierigkeiten gebracht. So musste die Fischer Metallbau GmbH mit Sitz in der Nördlichen Grünauer Straße nun Insolvenz anmelden. Geschäftsführer Stefan Fischer spricht auf Nachfrage unserer Redaktion von mehreren Faktoren, auf die er reagieren musste.
Fischer Metallbau in Neuburg meldet Insolvenz an
Die Firma verarbeitet auf einer Produktionsfläche von rund 1500 Quadratmetern Metall und Glas und fertigt unter anderem Fenster, Türen, Brandschutzkonstruktionen und Sonderlösungen im Fassadenbereich. Dabei kann sie laut eigenen Angaben auf eine mehr als 90-jährige Geschichte zurückblicken. In seiner heutigen Form bestehe der Betrieb seit 2010, erklärt Fischer. Aktuell seien dort zehn Mitarbeiter beschäftigt. Für sie sei zuletzt immer weniger Arbeit zu tun gewesen. Die Zeiten eines „Auftragsüberflusses“, wie es ihn früher gab, seien vorbei – ebenso wie der Zustand, dass Handwerker chronisch ausgebucht seien, so Fischer.
Die Flaute in Wirtschaft und Baugewerbe führe zu weniger Aufträgen, wodurch der Druck in der Branche steige. Hätten einst lediglich zwei oder drei Firmen für einen Auftrag geboten, habe man es pro Projekt mittlerweile mit zehn oder 15 Konkurrenten zu tun – da fällt unter dem Strich zwangsläufig weniger für die einzelne Firma ab. „Aufträge sind schon noch da“, betont Fischer. „Aber die Entwicklung ist negativ.“
Die Auftragslage alleine sei dabei nur ein Teil des Problems. Gleichzeitig seien in den vergangenen Jahren die Ausgaben für Personal, Bürokratie und Zinsen gestiegen. „Wir mussten reagieren“, begründet der Unternehmer den aktuellen Schritt, Insolvenz beim Amtsgericht Ingolstadt anzumelden. Wie es mit dem Insolvenzverfahren und seinem Metallbau-Betrieb weitergeht, sei aktuell unklar.
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