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Schrannenplatz-Umbau in Neuburg: Warum die Förderung scheitert

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Keine Förderung: Umbau des Schrannenplatzes wird vorerst nicht umgesetzt

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    Der Neuburger Schrannenplatz bietet ein recht tristes Bild. Weil eine Förderung nun abgelehnt wurde, wird das wohl auch noch einige Zeit so bleiben.
    Der Neuburger Schrannenplatz bietet ein recht tristes Bild. Weil eine Förderung nun abgelehnt wurde, wird das wohl auch noch einige Zeit so bleiben. Foto: Andreas Zidar (Archivbild)

    Er ist eines der Sorgenkinder der Stadt Neuburg - und das wird er wohl auch noch die nächsten Jahre bleiben. Die Rede ist vom Schrannenplatz, dem zentralen Marktplatz in der Innenstadt. Ein Platz, der eigentlich ein Ort der Begegnung sein sollte, aber längst aus der Zeit gefallen ist. Mit einer Förderung der Regierung hatte man gehofft, eine Umgestaltung umsetzen zu können. Doch diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.

    Die schlechten Nachrichten wurden in der jüngsten Sitzung des Neuburger Bauausschusses überbracht. David Riek vom Bauamt ging kurz auf die Entwicklung ein. Man habe sich im Rahmen des Bundesprogramms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ um eine Förderung beworben. Der Schrannenplatz sollte dabei mit einer neuen Bepflanzung und Neugestaltung zu einer Klimaoase im Stadtgebiet umgewandelt werden.

    Wir Riek noch einmal kurz erläuterte, wäre der Schrannenplatz als zentrales Element eines gesamten Innenstadtkonzepts gestaltet worden. Auch am Donaukai war die Pflanzung von Bäumen geplant, sowie weitere sogenannte „Hitzeoasen“ in den Einkaufsstraßen. Die Bäume am Donaukai hat die Stadt in der Zwischenzeit selbst gepflanzt, denn „wir können nicht ewig warten“, wie Riek mit Blick auf den erst verzögert erschienenen Förderbescheid meinte.

    Doch keine Förderung für Neugestaltung des Neuburger Schrannenplatzes

    Vor kurzem erreicht die Stadt dann aber eine Absage, zu viele andere Städte hatten sich auf die gleiche Förderung beworben, im Antwortschreiben war die Rede von 324 Projektskizzen, die eingegangen waren. Daher könne Neuburg nicht bei einer Förderung berücksichtigt werden. Es wurde lediglich in Aussicht gestellt, dass es im kommenden Jahr möglicherweise einen neuen Projektaufruf geben werde.

    Um von einer möglichen Neuauflage unabhängig zu sein, prüfen die Neuburger Sachgebiete für Grünordnung und Städtebauförderung aber bereits jetzt, welche anderen Fördermittel man speziell für die Neugestaltung des Schrannenplatzes abgreifen könnte und ob man zumindest einzelne Aspekte des ursprünglich ausgearbeiteten Konzepts in naher Zukunft umsetzen könnte.

    Ein Ansatz, dem von Grünen-Stadtrat Gerhard Schoder Hoffnung verliehen wurde. Schoder brachte ein anderes Förderprogramm ins Spiel, mit dem zumindest die klimarelevanten Aspekte der Umgestaltung finanziell unterstützt werden könnten. Auch der zweite Bürgermeister Johann Habermeyer sprach sich für eine intensive Weiterverfolgung des Projekts aus. „Es ist wirklich schade, dass es nicht geklappt hat, das war ein toller Antrag.“ Er ist überzeugt, dass die Umsetzung Neuburg an vielen Stellen vorangebracht hätte. Doch der Schrannenplatz bleibe sicherlich Thema, meinte Habermeyer und appellierte an das Gremium, man müsse alle möglichen Förderungen genau im Auge behalten. Da in der Innenstadt aufgrund des Nahwärme-Ausbaus eh einige Bauarbeiten auf dem Programm stehen, hofft man, im Rahmen der Bauphasen auch eine Verschönerung umsetzen zu können.

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