Jubiläum

18.07.2019

21 Freunde müsst ihr sein

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Sie haben in den alten Kisten gegraben und Utensilien aus vergangenen Zeiten gefunden. Manfred Rein (von links) Alois Schoder und Vorsitzender Franz Rein freuen sich auf die 70-Jahr-Feier des SC Ried.
Bild: Manfred Dittenhofer

Der SC Ried feiert drei Tage lang seinen 70. Geburtstag. Alois Schoder und Franz Rein erzählen von der Vergangenheit. Wieso der Verein seinen Schiedsrichtern den durchgehenden Fortbestand verdankt

Denkt man an Fußball, denkt man in Neuburg auch an den SC Ried. Die Jahreszahl im Namen wird gerne unterschlagen. Heuer aber wird sie betont. Denn 1949 kamen 21 Gründungsmitglieder zusammen und schufen einen Fußballverein in der damals noch selbstständigen Gemeinde Ried im Norden Neuburgs. Heute zählt der Verein 430 Mitglieder und die erste Mannschaft spielt in der Kreisklasse. Der Klub hat alleine 85 Kinder im Spielbetrieb und leistet wertvolle Nachwuchsarbeit.

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Alois Schoder und Manfred Rein sind seit 1970 mit von der Partie. Sie haben als Spieler so einiges erlebt. Der Vereinsfußball hat sich in dieser Zeit enorm verändert. Dass die beiden „Urgesteine“ ziemlich gleichzeitig beim SC Ried eingestiegen sind, hat nicht nur mit ihrem Alter zu tun. Der Verein hatte 1959 den Spielbetrieb wegen Spielermangels einstellen müssen. 1970 ging es mit der Schülermannschaft wieder los. 1972 folgte das Seniorenteam und nahm den regulären Spielbetrieb wieder auf. Hätte der Verein in den elf Jahren Spielpause nicht fünf Schiedsrichter gestellt, hätte er aufgelöst werden müssen, so der amtierende 1. Vorsitzende Franz Rein: „Die Schiedsrichter haben den Fortbestand des Vereins ermöglicht.“

Die erste Meisterschaft wurde 1976 in der C-Klasse eingefahren. Schoder war damals als rechter Verteidiger eingesetzt, der mit nach vorne ging und oft die Vorlagen lieferte, die Rein gleich reihenweise in Tore verwandelte. „Manni war ein super Stürmer und hat in einer Saison über 30 Tore geschossen“, schwärmt Schoder.

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Der Name Rein taucht oft auf in der Vereinshistorie. Nach dem Ehrenvorsitzenden Josef Rein ist seit 2008 die Sportanlage in Neuburg-Ried benannt. Sie hat sich in den Jahren stark gewandelt. 1970 und 1971 wurde das Umkleidegebäude gebaut. Schoder erinnert sich: „Bei anderen Vereinen mussten wir uns zu den Zeiten noch in ausrangierten Bussen oder in einer Gaststätte umziehen.“ Ried hatte damals schon vier Duschen. Vor allem die Auswärtsspiele waren besonders anstrengend, denn: „Anfangs wurde fast überallhin mit dem Rad gefahren. Kein Wunder, dass dann die Heimmannschaft stärker war, bei bis zu 30 Kilometer Anfahrt. Da waren die Spieler manchmal schon vor dem Anpfiff fertig. Deshalb beantragte der SC Ried 1951 die Schaffung einer B-Klasse Neuburg. Und die wurde dann auch eingeführt“, erzählt Schoder. Damit konnten Fahrstrecken eingespart werden.

Als Ried 1976 in die Kreisstadt Neuburg eingemeindet wurde, lagen 150.000 Mark in der Gemeindekasse, die man nicht so ohne Weiteres der Stadt überlassen wollte. Die Lösung des Problems war der Bau eines Gemeinschaftshauses. Im September 1976 wurde das Gemeinschaftshaus eingeweiht. Heute bietet es neben dem SC Ried auch dem Billardverein und Schützenverein eine Heimat. 1979 wurde der neue Hauptplatz eingeweiht. Wenn Rein daran zurückdenkt, muss er lachen. „Vorher war an dieser Stelle eine Kiesgrube mit Weiher. Wir haben im Grunde einen Badeweiher gegen einen Fußballplatz eingetauscht.“ Im Jahr 2003 kam ein drittes Spielfeld mit Flutlichtanlage hinzu.

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