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Fußball

30.06.2020

Bleiben, Kommen und Gehen beim FCE und VfR

Willkommen beim FC Ehekirchen: Abteilungsleiter Markus Bissinger (rechts) begrüßt seinen Neuzugang Robin Spieler (links).
Bild: fce

Während der FC Ehekirchen bei einem Re-Start auf das bisherige Trainer-Duo setzt, steht beim VfR Neuburg diesbezüglich noch ein Fragezeichen. Drei Spieler und der Sportliche Leiter Jürgen Meissner haben sich bereits verabschiedet.

Auch wenn der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise nach wie vor ruht und es immer noch nicht absehbar ist, ob ab Anfang September tatsächlich wieder um Tore und Punkte gespielt werden kann, laufen die Planungen bei vielen Vereinen im Hintergrund weiter auf Hochtouren. Und das aus gutem Grund, schließlich müssen im Falle der Wiederaufnahme wichtige Punkte wie beispielsweise die Personalplanung frühzeitig geklärt werden. So auch bei den beiden Landesligisten VfR Neuburg und FC Ehekirchen.

Dementsprechend glühten in den vergangenen Tagen und Wochen beim FCE die Telefondrähte. Dabei wurde unter anderem besprochen, wann die Mannschaften das Training wieder aufnehmen. „Sollte es tatsächlich am 5. September mit einem Nachhol-Spieltag in der Landesliga wieder losgehen, würden wir am 3. August mit der Vorbereitung starten“, sagt Abteilungsleiter Markus Bissinger, der davon ausgeht, „dass wir spätestens Mitte Juli herum wissen, in welche Richtung es tatsächlich gehen wird“. Inklusive des vom bayerischen Fußball-Verband einmalig eingeführten Liga-Pokals, der quasi die Saison 2020/2021 ersetzen wird, stehen bis Mai 2021 mindestens 20 Partien auf dem Programm. „Obwohl die Pokal-Teilnahme freiwillig ist, werden wir selbstverständlich daran teilnehmen“, verrät Bissinger – und das aus gutem Grund, schließlich werden auch hier Aufstiegsplätze für die Bayernliga ausgespielt.

Geklärt ist mittlerweile auch, mit welchen Trainern der FC Ehekirchen die abgebrochene Spielzeit 2019/2020 wieder aufnehmen wird. „Wir mussten nicht lange diskutieren, sondern haben uns schnell darauf festgelegt, dass Gerhard Hildmann und Simon Schröttle unsere Coaches bleiben. Wir haben sie für diese Saison verpflichtet – und dann sollen sie auch die Möglichkeit haben, diese entsprechend zu beenden“, so Bissinger.

Bleiben, Kommen und Gehen beim FCE und VfR

Rutkowski, Mayr und Wenger bleiben bis zum Saisonende

Entsprechende Telefonate wurden indes auch mit den Akteuren geführt, die den FCE zum Saisonende verlassen werden: Sebastian Rutkowski (FC Schrobenhausen), Julian Mayr (TSV Aindling) und Florian Wenger (SV Echsheim). „Auch bei ihnen war schnell klar, dass sie die aktuelle Punktrunde bei uns beenden wollen. Deshalb werden auch unsere beiden Neuzugänge Sebastian Hackenberg und David Pickhard (beide TSV Rain 2, Anm. d. Red.) erst in der neuen Saison zu uns stoßen“, berichtet der FCE-Spartenchef. Einzige Ausnahme: Robin Spieler (24/ebenfalls TSV Rain 2) wird bereits das jetzige Wechselfenster nutzen und mit sofortiger Wirkung den FC Ehekirchen verstärken. „Robin ist ein universell einsetzbarer Mittelfeldspieler, der während seiner Zeit in Rain immer knapp an der ’Ersten’ dran war. Ich bin überzeugt, dass er uns weiterhelfen wird“, sagt Bissinger.

Keine Veränderung auf der Trainer-Position wird es auch bei der zweiten Mannschaft, die in der Kreisklasse Neuburg um den Klassenerhalt kämpft, geben. Das bisherige Duo Franz-Georg Habermayr und Dominik Neff bleibt dem FCE erhalten, ehe in der Saison 2021/2022 der jetzige Klingsmooser Spielercoach Josef Fischer übernehmen wird (wir berichteten).

Lockeres Kicken als Zeitvertreib

Überaus gemächlich – zumindest was das Trainieren betrifft – geht es derzeit auch beim VfR Neuburg zu. „Hin und wieder treffen sich auf unserem Sportgelände einige Jungs, um ein bisschen zu kicken und sich entsprechend fit zu halten. Aber im Grunde ist das momentan nicht mehr als ein Zeitvertreib“, sagt Abteilungsleiter Roland Egen. Sollte in den kommenden Wochen sowohl von der bayerischen Staatsregierung als auch vonseiten des Bayerischen Fußballverbandes tatsächlich „Grünes Licht“ in Sachen Saison-Fortführung am 5. September kommen, würde man laut Egen „Ende Juli/Anfang August“ offiziell mit der Vorbereitung starten.

Dass die Lilaweißen – ebenso wie der FC Ehekirchen – am neu geschaffenen Liga-Pokal teilnehmen, sieht Egen als „Selbstverständlichkeit“ an. „Ich habe ohnehin immer gesagt, dass bei einer Fortsetzung der jetzt unterbrochenen sowie der Absage der kommenden Saison ein zusätzlicher Wettbewerb aus der Taufe gehoben werden muss, da ansonsten zu viel Leerlauf herrschen und mit Sicherheit zahlreiche Vereine finanziell kaputtgehen würden.“

Entscheidendes Gespräch in den kommenden Tagen

Mit welcher Trainer-Konstellation der Tabellenzweite der Landesliga Südwest den möglichen Re-Start angehen würde, darüber soll in Kürze eine Entscheidung fallen. „Nachdem wir zunächst davon ausgegangen sind, dass die unterbrochene Spielzeit im November oder Dezember beendet wird, war es unsere feste Absicht, mit Christian Krzyzanowski weiterzumachen. Da sich das Ganze – auch aufgrund des Liga-Pokals – nun doch über ein ganzes Jahr hinzieht, ist eine völlig neue Situation entstanden“, erklärt Egen und verweist dabei in erster Linie auf den finanziellen Sektor. „Durch die fehlenden Heimspiele brechen uns diverse Einnahmen aus Eintrittsgeldern oder der Gastronomie weg. Auch werden einige Sponsoren ihr Engagement aufgrund der Corona-Krise nicht fortsetzen können“, so Egen weiter, der deshalb „in den kommenden Tagen“ ein ausführliches und entscheidendes Gespräch mit Krzyzanowski führen möchte.

Fest steht hingegen bereits, dass es innerhalb des Kaders hinsichtlich der Saison-Fortsetzung einige Veränderungen geben wird. So werden Dominik Schröder, den es nun doch nicht zum TSV Rain, sondern zum FC Ingolstadt 2 zieht, sowie sein Bruder Ralf und Abdel Abou-Khalil (auch hier wurde der TSV Rain bereits als neuer Verein gehandelt) ab sofort nicht mehr das VfR-Trikot tragen. Im Gegenzug rücken die bisherigen U19-Akteure Nico von Swiontek Brzezinski (zuletzt ASV Neumarkt, zuvor eigene Jugend), Marcel Mehl und Marcel Frohmajer (beide eigener Nachwuchs) in den Senioren-Bereich auf.

Bild: Daniel Worsch

„Auch wenn der Markt augenblicklich wenig bis gar nichts hergibt, halten wir natürlich die Augen offen, um diese Abgänge so gut wie möglich zu kompensieren“, berichtet Egen. Dabei kann der VfR-Spartenleiter allerdings nicht mehr auf die Dienste des Sportlichen Leiters Jürgen Meissner zurückgreifen. Nach nur rund dreieinhalb Monaten im Amt, in denen ihm aufgrund der Corona-Situation buchstäblich die Hände gebunden waren, wechselt Meissner zum Bayernligisten TSV Landsberg. Dort arbeitet er in der sportlichen Führung an der Seite von Muriz Salemovic, den er in gemeinsamen Zeiten beim FC Pipinsried kennen und schätzen gelernt hatte.

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