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Bezirksliga Nord

18.11.2018

Bubesheimer Übermacht

Kein Durchkommen: Ehekirchens Offensivspieler (hier Christoph Hollinger) konnten sich beim 1:2 gegen den SC Bubesheim nur selten durchsetzen.

Der FC Ehekirchen muss sich im Spitzenspiel mit 1:2 geschlagen geben. Warum es für die Panknin-Schützlinge nicht gereicht hat.

Eigentlich hatte man sich beim FC Ehekirchen ein perfektes Szenario zurechtgelegt. Mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen Verfolger SC Bubesheim hätte man den Vorsprung auf neun Zähler ausbauen können, damit beinahe für eine Vorentscheidung im Titelrennen der Bezirksliga Nord sorgen können. Doch es blieb beim Wunschdenken. Die Gäste setzten sich verdient mit 2:1 durch und haben nur noch drei Zähler Rückstand. Außerdem hat der SCB eine Partie weniger ausgetragen und könnte im Erfolgsfall mit Ehekirchen gleichziehen.

Von einem Aufeinandertreffen der beiden dominierenden Teams der Liga war über weite Strecken der Begegnung allerdings wenig zu sehen. Ehekirchens Spielertrainer Michael Panknin sprach letztlich von einem „zerfahrenen Spiel“, in dem beide Mannschaften „keine Fehler machen und kein Risiko eingehen wollten“. Folge waren viele Zweikämpfe im Mittelfeld und lange Bälle auf die Stürmer, die sich zunächst kaum durchsetzen konnten. Von Ehekirchens üblichem schnellen Kombinationsspiel war kaum etwas zu sehen. Stattdessen reihten sich Fehlpässe aneinander. Zum einen war dies den schlechten Platzverhältnissen, zum anderen dem frühen Bubesheimer Pressing geschuldet. Das Spiel der Gäste wirkte insgesamt strukturierter, allerdings ebenfalls nicht zielführend. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es vor beiden Toren erstmals gefährlich. Doch Christoph Hollinger scheiterte nach dem besten FCE-Spielzug der ersten 45 Minuten an Bubesheim-Keeper Simon Zeiser (42.). Auf der Gegenseite wehrte Simon Lenk einen Distanzschuss von Hakan Polat ab (44.).

Bubesheims Topangreifer (17 Saisontore) sollte dennoch zum spielentscheidenden Akteur werden. Er erzielte nach dem Seitenwechsel beide Gästetore und entschied damit auch das Duell der besten Torjäger der Liga gegen Fabian Scharbatke (21), der diesmal leer ausging, für sich.

Hakan Polat gewinnt Torjägerduell

Dass man ihm keinen Platz lassen sollte, bewies Polat in der 68. Minute eindrucksvoll. Ehekirchens Defensive stand lediglich Spalier und lies den Angreifer aus 20 Metern abziehen. Lenk bekam seine Hände zwar noch an den Ball, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern. Machtlos war er bei Polats zweitem Treffer, den dieser mit einem sicher verwandelten Elfmeter erzielte (74.). Für Diskussionen hatte die Entstehung gesorgt. Polat war nach einem Zweikampf mit Christoph Appel zu Fall gekommen. „Er spielt ganz klar den Ball“, echauffierte sich Panknin über den Pfiff des Schiedsrichters. Nach dem 0:2 hatte Ehekirchen Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. Erst traf Julian Schmid (79.) das leere Tor nicht, dann scheiterte Esse Akpaloo freistehend an Lenk (80.). Somit blieb der Tabellenführer in der Partie und entwickelte eine Schlussoffensive. Doch Simon Schmaus köpfte über das Tor (84.) und Johannes Kranner verfehlte mit einem Distanzschuss das Gehäuse (87.). Mehr als zum 1:2-Anschlusstreffer durch Julian Hollinger (90.+2) reichte es für den FCE nicht mehr.

„Es war bei diesem Spielverlauf zu erwarten“, analysierte Panknin, „dass die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor schießt.“ Lange über die Niederlage hadern wollte der 29-Jährige nicht. „Wir hätten uns natürlich ein schönes Polster erarbeiten können, aber es sollte eben nicht sein.“ Jetzt komme nach der Winterpause ein „enger Zweikampf“ auf die Teams zu. Wer mehr Konstanz in seine Leistungen bringe, werde den Titelkampf für sich entscheiden, so Panknin. Die ging dem zuletzt schwächelnden FCE in den vergangenen Wochen jedoch sichtlich ab. „Uns fehlt etwas die Frische“, meinte Panknin, der mit seinem Team vor der knapp dreimonatigen Pause noch einmal antreten muss (am kommenden Sonntag beim Tabellenletzten TSG Thannhausen).

FC Ehekirchen Lenk – Jahner, Appel, Schröttle, S. Rutkowski (M. Rutkowski) – C. Hollinger, Panknin, Kranner, J. Hollinger – Schmaus, Scharbatke.

SC Bubesheim Zeiser – Lacic, Schäfer, Länge, Lonsinger, Qollaki (77. Demir) , Polat, Schnell, Akpaloo (90.+4 Dinc) , Cevik, Schmid.

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