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Coronavirus

12.03.2020

Coronavirus: Wie es im lokalen Sport weitergeht

Rollt der Ball weiter? Am Freitagvormittag will der Bayerische Fußballverband entscheiden, wie es weiter geht.

Der Bayerische Basketball- und Volleyballverband haben ihre Wettbewerbe ausgesetzt. Die Schützen und Tischtennis-Spieler machen weiter. Im Fußball fällt die Entscheidung am Freitag. Ein Überblick.

Die Saison in der Deutschen Eishockey-Liga wurde abgebrochen, zwei Spieltage der 3. Liga im Fußball verlegt. In der Bundesliga finden Geisterspiele statt, in Italien und Spanien wird die Liga unterbrochen. Der Coronavirus wirbelt auch die Sportwelt gehörig durcheinander. Für viele Menschen ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Die Neuburger Rundschau liefert einen Überblick, wie es in den Sportarten auf regionaler Ebene (Stand 18 Uhr) weitergeht.

Fußball

Bereits an diesem Wochenende stehen in den regionalen Fußball-Ligen von der Kreisliga abwärts einige Nachholspiele auf dem Programm, ehe dann acht Tage später auf sämtlichen Sportplätzen wieder um Tore und Punkte gekämpft wird. „Nach jetzigem Stand der Dinge gibt es in der Neuburger Region noch keinen nachgewiesenen Corona-Virus-Fall. Daher gehe ich aktuell davon aus, dass der Spielbetrieb wie geplant stattfinden wird“, sagt Spielleiter Günther Behr. Allerdings hat der erfahrene Funktionär zugleich auch zahlreiche Bedenken. „Das Ganze kann sich – wie man ja momentan sieht – täglich oder sogar stündlich ändern“, so Behr und gibt zu Bedenken: „Fußball ist nun einmal Kontaktsport. Was ist, wenn sich beispielsweise die Spieler untereinander anstecken?“.

Aus diesem Grund sei Behr auch der Meinung, „dass es am besten wäre, wenn wir die beiden Spieltage im März komplett absagen würden, um Zeit zu gewinnen und zu sehen, wie sich das Ganze weiterentwickelt. Letztlich steht die Gesundheit aller an oberster Stelle“. Er selbst könne eine solche Entscheidung allerdings nicht treffen. „Im Grunde bin ich ja nur ein ’kleiner’ Spielleiter. Diesbezüglich sind die Verantwortlichen beim Verband gefragt, eine klare Vorgabe zu machen, die dann von uns entsprechend umzusetzen ist“, sagt Behr. Gut möglich, dass eine solche Entscheidung bereits am heutigen Freitag getroffen wird. Dann nämlich findet eine Krisen-Sitzung des bayerischen Fußball-Verbandes statt, bei der exakt diese Thematik auf der Tagesordnung steht. Die ursprünglich für Freitag und Samstag geplante Spielleiter-Tagung in Bad Gögging wurde bereits abgesagt und auf Oktober verschoben.

Coronavirus: Wie es im lokalen Sport weitergeht

Basketball

„Nichts geht mehr“ heißt es seit Donnerstagmittag nun auch offiziell in den hiesigen Basketball-Ligen. Wie der Bayerische Basketball-Verband (BBV) mitteilte, wird der Spielbetrieb sowohl im Senioren- als auch Nachwuchs-Bereich mit sofortiger Wirkung komplett ausgesetzt. Diesem Entschluss schloss sich auch der Bezirk Schwaben an.

Nichts geht mehr: Der Bayerische Basketball-Verband hat den Wettbewerb mit sofortiger Wirkung ausgesetzt.

Handball

Bis Donnerstagabend gab es seitens des Bayerischen Handball-Verbandes noch keine generelle Absage des Spielbetriebes. „Wir haben in den vergangenen Tagen auch immer wieder auf die BHV-Homepage geschaut, ob es diesbezüglich Neuigkeiten gibt. Derzeit gehen wir aber davon aus, dass unsere noch angesetzten Partien auch stattfinden“, sagt Christian Wuka, Abteilungsleiter des TSV Neuburg. Er und seine Teamkollegen von der ersten Herren-Mannschaften gastieren am Samstag (17 Uhr) bei der DJK Eichstätt. „Auch wenn Handball natürlich eine Sportart mit permanentem Körperkontakt ist, gehe ich völlig normal und ohne Angst in eine solche Begegnung“, erklärt Wuka, der es jedoch „durchaus für möglich“ hält, dass sich „die gesamte Situation in einer Woche komplett verändert hat“.

Schützen

Einzig der Bezirksschützentag Oberbayerns, der am 25. und 26. April stattfinden sollte, wurde abgesagt. Auch der Bezirksjugendtag fand nicht statt. Die Wettkampfsaison, die derzeit etwa mit dem Luftgewehr ausgetragen wird, geht indes weiter. Die Anzahl der Ligen ist groß, es finden viele Begegnungen von der Gauoberliga bis zur F-Klasse statt. Von oben gebe es bisher „keine Anweisungen“, sagt Alois Helfer, Gauschützenmeister des Gaus Pöttmes-Neuburg. „In den unteren Klassen schießen vier gegen vier. Das sind acht Leute, es kommen keine Zuschauer“, sagt Helfer. Sollte ein Schütze eines Vereins betroffen sein, appelliert er an den „gesunden Menschenverstand“. Zeigten sich Symptome, sollte derjenige fern bleiben. Müssen dennoch Begegnungen abgesagt werden, könnten sie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Von Publikumsinteresse seien lediglich Wettkämpfe in höheren Schießklassen, so Helfer. Dorf finden aktuell ohnehin keine Wettkämpfe statt.

Es wird weiter geschossen: Die Rundenwettkämpfe mit dem Luftgewehr sollen vorerst weiter stattfinden.

Tennis

Der Schwäbische Bezirkstag am Samstag, 14. März, wurde abgesagt. Der Oberbayerische fand bereits statt. Darüber hinaus gibt der Bayerische Tennisverband Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus. Dabei orientiert man sich an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Personen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet entsprechend der aktuellen Festlegung aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit der Rückkehr aus dem Risikogebiet keine Maßnahme oder Veranstaltung des Bayerischen Tennis-Verbandes und seiner Bezirke aufsuchen. Folgende Veranstaltungen des BTV finden statt, unterliegen aber den Schutzvorkehrungen: Lehrgänge und Trainingsmaßnahmen im Bereich Talentförderung und Leistungssport, Lehrgänge im Bereich Traineraus- und fortbildung, Praxisseminare und Veranstaltungen aus dem Bereich Vereinsberatung und Entwicklung, Seminare und Lehrgänge aus dem Bereich Sport, Turniere und Mannschaftsspiele der laufenden Winterrunden. Da die Sommerrunde erst im Mai beginnt, gibt es dazu noch keine Aussagen.


Tennisschläger gehören noch nicht in den Mülleimer: Die Wintersaison geht weiter, die Sommerrunde beginnt erst im Mai.
Bild: Peter Kleist

Tischtennis

Der Bayerische Tischtennis-Verband hat ein ausführliches Empfehlungsschreiben herausgegeben. Neben den üblichen Hinweisen für am Coronavirus erkrankte oder sich in Quarantäne befindende Spieler geht es um den aktuellen Spielbetrieb. Dabei heißt es unter anderem: Ist das Spiellokal durch behördliche Auflagen gesperrt, muss sich der Heimverein um einen Ersatz bemühen. Er kann hierzu auf ein anderes, nicht gesperrtes Spiellokal ausweichen und auch einen Heimrechttausch in Betracht ziehen.Kann ein geplantes (weiterführendes) Turnier nicht am geplanten Ort durchgeführt werden und kann kein Ersatzort (mit entsprechendem längerfristigen Vorlauf) gefunden werden, dann entfällt das Turnier. Über mögliche Qualifikationen entscheidet in einem solchen Fall das zuständige Gremium.Spiele sollten nach Möglichkeit verlegt werden (können). Dabei gilt derzeit weiterhin der jeweilige Rahmenterminplan mit dem letztmöglichen Termin der Austragung. Sanktionen für Spielausfälle wurden abgesetzt. „Nach derzeitigem Stand finden die Partien noch statt“, sagt auch Peter Bauer, Abteilungsleiter beim TSV Burgheim. Es stünden ohnehin lediglich noch drei Spieltage auf dem Programm. Dann ist die Saison beendet.

Volleyball

Der Deutsche Volleyballverband hat am Donnerstag beschlossen, den laufenden Spielbetrieb von der 2. Bundesliga bis zur Regionalliga vorzeitig zu beenden. Der Bayerische Volleyball Verband schloss sich dieser Empfehlung an und beendet vorzeitig die Spielzeit in allen Bereichen (Erwachsene, Jugend, Senioren, BFS).

Kegeln

Der Bayerische Kegelverband verweist auf die Richtlinien des Bayerischen Landessport-Verbands im Umgang mit dem Coronavirus. Über die aktuelle Saison gibt es keine Informationen.

Schwimmen

An diesem Wochenende hätte in der Neuburger Parkhalle die 40. Altersklassenmeisterschaft im Synchronschwimmen stattfinden sollen. Allerdings musste die Veranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden. Im Moment noch über die Bühne gehen soll die Bayerische Meisterschaft der Schwimmer, die am Samstag und Sonntag in München ausgetragen werden soll. „Wir verfolgen ständig, ob es dabei bleibt“, sagt René Rebele vom TSV Neuburg. Sollte der Wettbewerb ausgetragen werden, würde er teilnehmen. Diese Meinung teilen nicht alle seine Mannschaftskollegen. „Bei uns im Verein gibt es bezüglich dieses Thema natürlich verschiedene Meinungen“, sagt Rebele. Abgesagt wurde hingegen bereits die deutsche Meisterschaft in Solingen, die für Ende des Monats geplant war.

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