Bezirksliga NordNord

04.10.2016

Das Ende einer langen Serie

Den Überblick verloren: Torwart Matthias Kollar und der VfR Neuburg kassierten gestern die erste Saisonniederlage. Gegen den SV Wörnitzstein-Berg verlor der Tabellenführer mit 1:3.
Bild: Xaver Habermeier

23 Pflichtspiele hatte der VfR Neuburg nicht mehr verloren. Warum die Lilaweißen gestern gegen den SV Wörnitzstein-Berg wieder eine Niederlage kassieren. Beim Sieg am Samstag in Meitingen ist es besser gelaufen

Nun hat es den VfR Neuburg erwischt. Erstmals nach 23 Pflichtspielen haben die Lilaweißen den Platz wieder als Verlierer verlassen. Gestern verlor der Aufsteiger in der Bezirksliga Nord überraschend daheim gegen den SV Wörnitzstein-Berg mit 1:3. Am Samstag hatten die Neuburger das Spitzenspiel bei Landesliga-Absteiger TSV Meitingen mit 1:0 gewonnen.

VfR Neuburg – Wörnitzstein 1:3

Als Alexander Müller in der 87. Minute die letzte Chance des VfR Neuburg vergeben hatte, war es Gewissheit. Es sollte an diesem Tag einfach nicht sein. Eine Minute zuvor hatte Stefan Klink den 1:3-Anschlusstreffer für die Lilaweißen erzielt. Nach dem Anstoß rutschte Wörnitzsteins Verteidiger Tobias Wenzel auf dem durchnässten Rasen aus und ermöglichte Müller, alleine aufs Tor zuzulaufen. Der Angreifer zögerte jedoch zu lange und scheiterte an Keeper Martin Müller.

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Die Szene war bezeichnend für eine Partie, die der VfR zwar dominierte, meist jedoch viel zu umständlich agierte. Die Gäste, die zuletzt fünf Niederlagen am Stück einstecken und auf Spielertrainer Volkan Cantürk verzichten mussten, standen tief und lauerten auf Konter. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte führte einer zur überraschenden Gästeführung. Über Maximilian Biesalski gelangte der Ball zu Konstantin Böhm, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wörnitzstein nach schnellen Gegenangriffen durch Biesalski (66.) und Alexander Musaeus (72) auf 3:0. Dem VfR merkte man das Fehlen von Spielgestalter Rainer Meisinger deutlich an. Meist wurden die Bälle hoch nach vorne geschlagen, was der Wörnitzsteiner Abwehr kaum Probleme bereitete. Dennoch waren durchaus Möglichkeiten vorhanden, der Partie eine Wende zu verleihen. Die größte vergab Fabian Scharbatke, als er freistehend aus acht Metern am Kasten vorbeischoss (82.). (sb)

VfR Neuburg Kollar – C. Redl (62. Heckl), Bader (46. N. Redl), Weigl, Eisenhofer – Klink, Aktas, Jahner (46. Uhle), Bishop – Müller, Scharbatke – Schiedsrichter Dominik Fober – Zuschauer 220 Tore 0:1 Böhm (43.), 0:2 Biesalski (66.), 0:3 Musaeus (72.), 1:3 Klink (86.)

Meitingen – VfR Neuburg 0:1

Der Gastgeber dominierte die ersten 20 Minuten und drückte die junge Neuburger Truppe tief in ihre Hälfte. Doch nach gefährlichen Chancen suchte man vergebens, geriet stattdessen immer öfters in Konter. So wäre der VfR beinahe in der 24. Minute durch Stefan Klink zum Führungstreffer gekommen, doch er verzog. Nur vier Minuten später bugsierte der 20-Jährige die Kugel mit einer artistischen Einlage knapp über das Gehäuse. Dank TSV-Schlussmann Tobias Hellmann und Innenverteidiger Wolfgang Wippel rettete sich Meitingen nach Schüssen von Ray Bishop und Klink mit einem Unentschieden in die Pause (42.). Wieder kam der TSV Meitingen nach der Pause besser ins Spiel, Fabian Wolf setzte das Spielgerät sogar an die Latte (47.). Doch nur drei Minuten später schwärmte Neuburg nach einem Meitinger Ballverlust wie ein Bienenvolk aus und brachte einen Konter durch Bishop zum 0:1 über die Linie. Nach dem Führungstreffer machte der Tabellenführer seine Pforten plötzlich auf. Die Lilaweißen wollten nachlegen. Doch Hellmann entschärfte die Angriffe und die Lechtaler kamen zu Kontermöglichkeiten. In der 65. Minute verpasste Spielertrainer Florian Prießnitz mit der Pike nur knapp das Tor. Alexander Heidler, der nach dem Spiel mit Verdacht auf einen Handbruch ins Krankenhaus musste, traf in der 80. Minute den Ball nicht richtig. Somit entführte der VfR drei Punkte aus Meitingen. (vra)

VfR Neuburg Kollar – N. Redl, Eisenhofer, Bader, Weigl, Jahner (87. C. Redl), Scharbatke (83. Uhle), Klink, Müller, Bishop (80. Heckl), Aktas – Schiedsrichter Schädle. – Zuschauer 250 Tor 0:1 Bishop (50.).

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